Wie viel Wein ist gesund?

  • Wie viele Gläser Wein sind unbedenklich?
  • Was macht Wein mit dem Körper?
  • Wirkt Wein in irgendeiner Weise gesundheitsfördernd?
  • Wann wird Wein ungesund?

“Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.” Dieses Zitat stammt von Konfuzius, doch wie viel Wahrheit steckt darin? Ist Wein wirklich schädlich oder wirkt er sich gar positiv auf die Gesundheit aus? Wenn du dir diese Fragen auch schon einmal gestellt hast, solltest du jetzt unbedingt weiterlesen, denn wir liefern dir nicht nur die Antworten darauf, sondern auch viele weitere interessante Fakten rund um das Thema Wein.

Wein genießen, aber in Maßen

“Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken”, sagte einst Johann Wolfgang von Goethe. Doch wie viel Wein sollte man überhaupt konsumieren, wenn man gleichzeitig die eigene Gesundheit erhalten und evtl. sogar fördern möchte? Grundsätzlich gilt Folgendes:

Frauen sollten nicht mehr als 20 g Alkohol am Tag zu sich nehmen, Männer hingegen nicht mehr als 30 g. Auf Wein umgerechnet bedeutet das: Wer auf die positiven Wirkungen hofft, sollte es bei maximal einem kleinen Glas Wein (0,15 l – Frauen) bzw. einem Viertel (0,25 l – Männer) täglich belassen. Ja, du hast richtig gelesen – Wein kann sich auch durchaus positiv auf den menschlichen Körper auswirken!

Wein besteht zu 80 bis 85 % aus Wasser. Der Rest setzt sich zusammen aus Alkohol (ca. 10 % – 14 %), Zucker, Säuren, Farb- und Gerbstoffen (Polyphenole), Eiweißverbindungen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Unter den Polyphenolen finden sich Substanzen, die den Wein “gesund” machen, darunter der blaue Traubenfarbstoff Anthocyan oder das Resveratrol. Beide Stoffe zählen zu den wirkungsvollsten natürlichen Antioxidantien.

In überschaubaren Mengen konsumiert, kann Wein durchblutungsfördernd wirken und dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, speziell für Herzinfarkte. Auch wirkt er positiv auf die Zusammensetzung der Blutfette und unterstützt den Abbau des schädlichen LDL-Cholesterins. Zusätzlich verbessern sich der Blutfluss und die Gerinnungseigenschaften des Blutes. Nebenbei kann auch die Gefahr von Thrombosen sinken. Für die Wirkung auf Herz und Kreislauf ist in erster Linie der Alkohol im Wein verantwortlich.

Die Dosis macht das Gift

Andersrum kann sich Wein jedoch auch sehr negativ auf den Körper auswirken, nämlich dann, wenn du zu viel davon trinkst. Wer regelmäßig größere Mengen Wein zu sich nimmt, muss damit rechnen, dass die eigene Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen wird. Mit der Alkoholmenge steigt das Risiko, an Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und Leber oder sogar Krebs zu erkranken.

Männer vertragen grundsätzlich etwas mehr Alkohol als Frauen.
CC0 / Pixabay / stevepb

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Ebenso können Störungen des Hormonhaushalts, neurologische Probleme oder Gicht auftreten. Dauerhaft übermäßiger Weinkonsum kann u. a. zu einer Leberzirrhose führen, die nicht selten mit einer Lebertransplantation endet. Die Weltgesundheitsorganisation rät daher, Wein sowie andere alkoholische Getränke nur in geringen Mengen zu konsumieren.

Laut Forschern ist eine Flasche Wein in etwa so schädlich wie das Rauchen von zehn Zigaretten. Das beliebte Getränk kann dabei vor allem im Magen und im Darm zu Krebs führen, wenn es über einen längeren Zeitraum hinweg häufig eingenommen wird.