Von verfärbter Haut bis Halluzinationen: Was Lebensmittel mit deinem Körper anstellen können

Lebensmittel versorgen uns nicht nur mit Energie. Manche stärken auf vielfältige Weise unsere Gesundheit – andere können jedoch unangenehme Nebenwirkungen haben.

Unsere Nahrungsmittel sind nicht einfach nur eine notwendige Energiequelle. Die Nährstoffe, Vitamine, Mineralien oder Fette, die in einer ausgewogenen Ernährung enthalten sind, unterstützen auch unsere allgemeine Gesundheit und Fitness. Und wer sich nur von Junkfood ernährt, der wird den gegenteiligen Effekt erfahren.

Aber ganz gewöhnliche, alltägliche Lebensmittel können auch Nebenwirkungen entfalten, mit denen man nicht gerechnet hätte. Manche davon sind wiederum eher positiv, bei anderen sollte man unter Umständen Vorsicht walten lassen. Die Ernährungs-Experten von “healthdigest.com” klären über die manchmal unliebsamen Überraschungen auf.

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Diese Lebensmittel können überraschende Nebenwirkungen haben

Karotten

Karotten sind in erster Linie einmal sehr gesund. Was sie so gesund macht ist das Beta Carotin, das den Möhren auch ihre Farbe verleiht. Es wird vom Organismus in Vitamin A umgewandelt, das ist ein guter Immun-Booster und unterstützt auch tatsächlich die Sehleistung. Wenn du aber zu viel davon zu dir nimmst, kann sich deine Haut orange verfärben! Dazu müsstest du aber ganz schön reinhauen, denn bevor diese kritische Dosis erreicht würde, müsste man pro Tag 600 Gramm Karotten über einen Zeitraum von drei Wochen mümmeln – aber möglich ist es.

Um die richtige, beziehungsweise falsche Ernährung ranken sich auch etliche Mythen. Und die meisten davon sind falsch.

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Knoblauch

Knoblauch ist ein echter Segen für die Gesundheit, er wirkt zum Beispiel antiseptisch und blutdrucksenkend. Wenn man es aber übertreibt, kann eine Nebenwirkung auftreten – wenn auch eine eher ungefährliche. Extremer Knoblauch-Verzehr verändert den Körpergeruch und auch den des Atems. Das riecht dann gar nicht zwangsläufig nur nach der puren Knolle, sondern der Geruch verschiebt sich generell ins Süßliche. Aber auch hier braucht’s schön heftige Mengen, ab etwa fünf Zehen täglich über einen mehrwöchigen Zeitraum geht’s los.

Meerrettich

Die Inhaltsstoffe der scharf leckeren Knolle wirken entzündungshemmend und stärken das Immunsystem. Meerrettich kann aber auch pure Medizin sein. Was wenige wissen, ist, dass er ein wirklich wirksames Heilmittel gegen schwere Nebenhöhlenverstopfungen ist. Die ätherischen Öle sind großartige Schleimlöser, da kommt kaum ein Medikament mit. Probier mal eine kleine Schale Meerrettich-Brei, den du mit Honig und ein wenig Wasser vermischt hast – es wirkt!

So manchem schmecken gesunde Lebensmittel nicht. Aber man lernen sie zu lieben.

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Haferflocken

Haferflocken geben nicht nur ein nahrhaftes Frühstück ab, man kann sie sogar als Heilmittel verwenden – nämlich gegen Sonnenbrand! Du musst einfach eine halbe Tasse Haferflocken mit einer halben Tasse Wasser aufkochen und die Paste auskühlen lassen. Diese wird dann auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und bleibt dort für etwa 30 Minuten. Das Ganze sollte zwei- bis dreimal täglich wiederholt werden, dann sollte sich das Problem erledigt haben. Der Haferflockenbrei schützt die Haut vor Licht und versorgt sie mit Feuchtigkeit und Proteinen – das fördert den Heilungsprozess beträchtlich.

Muskatnuss

Das vielseitige Gewürz ist genau genommen auch eine Droge – und zwar eine ziemlich heftige. Die psychoaktive Substanz, die dafür verantwortlich ist, ist das Myristicin, das auf das menschliche Gehirn eine ähnliche Wirkung hat wie LSD. Um Halluzinationen auszulösen, müsste man aber ungefähr zwei ganze Muskatnüsse verzehren und das geht wiederum mit Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Krämpfen einher – eine extrem unangenehme Erfahrung. Ab drei ganzen Muskatnüssen kann es übrigens lebensgefährlich werden, vom Test wird daher dringend abgeraten.