Uli Hoeneß schießt gegen Veganer – “nur krank”

Der Ex-Bayern-Manager ist erfolgreich im Wurstgeschäft.

Bild: dpa / Peter Kneffel

Uli Hoeneß hält nichts von fleischfreier Ernährung. Der Wurstfabrik-Besitzer sagte gegenüber “Antenne Bayern” am Sonntag: “Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht”. Das Unternehmen des FCB-Ehrenpräsidenten gilt als einer der führenden Hersteller von Nürnberger Rostbratwürsten.

Hoeneß macht sich offenbar Sorgen um die Gesundheit von Veganern. Während er vegetarische Ernährung “noch akzeptiere”, gehe vegan “überhaupt nicht”.

Laut Uli Hoeneß werden Veganer auf Dauer immer krank

Laut dem Manager soll der Verzicht auf tierische Produkt schädlich sein, “weil die Leute auf die Dauer nur krank werden”, erklärt er.

Die Hoeneß-Behauptung ist kaum haltbar. Zwar müssen Veganer für eine vollwertige Ernährung Nährstoffpräparate oder angereicherte Lebensmittel zu sich nehmen, grundsätzlich ungesund ist Veganismus deshalb aber nicht.

“Ob sich Veganerinnen und Veganer gesundheitsfördernd ernähren, hängt von deren Lebensmittelauswahl ab”, schreibt das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” und beruft sich dabei auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Es gibt immer mehr Veganer in Deutschland

Dazu kommt: Veganer neigen dazu einen gesünderen Lebensstil zu pflegen und eine Ernährung mit Gemüse, Obst und ballaststoffreichen Getreideprodukten senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes.

Der ehemalige Bayern-Chef hat aber noch mehr an Veganern auszusetzen: “Das Problem ist, die sind ja militant. Wenn du heute die kritisierst, greifen sie dich an”, sagt Hoeneß.

Laut Statista steigt die Anzahl der Veganer in Deutschland immer weiter an. Klar ist: Anbieter springen auf den Trend auf und bieten vermehrt fleischlos Wurstersatzprodukte an.

Auch Hoeneß hat schon Fleischersatzprodukte probiert

Auch Hoeneß hat die Fleisch-Alternativen probiert. Sein Urteil: “Mir schmeckt das Zeug nicht, weil da überall das drin ist, was in einer Nürnberger Bratwurst nicht drin sein darf, nämlich Stabilisatoren und Geschmacksverstärker.”

Deshalb ist auch klar, dass der Ex-Manager zu seinem 70. Geburtstag am 5. Januar keine vegetarischen, geschweige denn vegane Optionen anbieten wird. Er wolle, dass seine Gäste “Spaß haben beim Essen”.

(lfr)