Trockenfrüchte: Wie gesund sind sie wirklich?

Aktualisiert: 13.10.2021 – 19:43

Gesund oder Kalorienbombe?
Wie gesund sind Trockenfrüchte wirklich?

Foto: Getty Images / vaaseenaa

Getrocknete Aprikosen, Ananas, Cranberrys, Datteln: Die Auswahl an Trockenobst ist groß. Doch sind getrocknete Früchte auch gesund?

Die Auswahl an Trockenobst ist groß. Doch haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie gesund Rosinen, getrocknete Datteln und Feigen wirklich sind? Wir haben die Antwort für Sie.

Apfelringe, Bananenchips, Rosinen, Softaprikosen: Trockenfrüchte sind ein beliebter Snack. Sie befriedigen die Lust auf Süßes, eignen sich wunderbar zum Mitnehmen und lassen sich auch in Gebäck gut verarbeiten. Aber haben Sie sich vielleicht auch schon einmal gefragt, wie gesund getrocknetes Obst eigentlich ist? Wir haben die wichtigsten Antworten rund um die süßen Früchte.

Ist Trockenobst gesund? Das steckt drin

Durch die Trocknung ist der Wassergehalt von getrocknetem Obst stark reduziert. Das führt wiederum dazu, dass die anderen Inhaltsstoffe in konzentrierter Form vorhanden sind. Das gilt auch für den enthaltenen Fruchtzucker. Trockenfrüchte sind daher tatsächlich kleine Kalorienbomben. Während 100 Gramm frischer Apfel auf 52 Kalorien kommt, sind es bei 100 Gramm getrockneten (ungezuckerten) Apfelringen 243 Kalorien. Für eine Low-Carb-Ernährung eignet sich getrocknetes Obst also eher nicht. Generell ist es wichtig auf die Menge zu achten und es mit dem Verzehr nicht zu übertreiben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Trockenobst automatisch ungesund ist. Tatsächlich enthalten getrocknete Pflaumen, Aprikosen und Co reichlich Nährstoffe. Darunter wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme oder auch Antioxidantien. Getrocknete Aprikosen beispielsweise sind eine sehr gute Kaliumquelle. Getrocknete Aronia- oder Goji-Beeren stecken voller Antioxidantien, die zum Schutz unserer Zellen beitragen.

Bild der Frau Diät-Newsletter

Sie haben Lust auf leicht und lecker? Dann melden Sie sich jetzt zum Bild der Frau Diät-Rezepte-Newsletter an. Unsere besten Diät-Rezepte der Woche kommen dann per Mail und kostenlos zu Ihnen.

Getrocknete Früchte sind gut für die Verdauung

Neben Vitaminen und Mineralstoffen ist Trockenobst außerdem ein super Ballaststofflieferant. Ballaststoffe sind unverdaubare Pflanzenfasern, die zur Darmgesundheit beitragen und die Verdauung anregen. Daher kann getrocknetes Obst auch bei Verstopfung helfen. Vor allem getrocknete Pflaumen sind als altes Hausmittel bekannt, um eine träge Verdauung in Schwung zu bringen.

Doch nicht nur die Ballaststoffe wirken verdauungsfördernd. Auch der enthaltenen Fruchtzucker macht den Stuhl weich. Daher kann Trockenobst in zu großen Mengen sogar zu Durchfall führen. Auf der anderen Seite können getrocknete Früchte aber auch Verstopfungen verursachen, wenn nicht ausreichend getrunken wird. Denn die Ballaststoffe binden Flüssigkeit im Darm und können so stopfend wirken. Es ist beim Verzehr von Trockenobst also wichtig, auf ausreichend Flüssigkeit zu achten.

Zusätze in Trockenfrüchten: Sind sie schädlich?

Trockenobst ist nicht gleich Trockenobst. Zum einen sind Trockenfrüchte mitunter gezuckert. Das ist vor allem bei an sich sauren Obstsorten der Fall, wie zum Beispiel Cranberrys. Der zugefügte Zucker steigert die Kalorien- und Kohlenhydratmenge noch. Achten Sie bei getrockneten Früchten also auf die Zutatenliste und kaufen Sie in erster Linie ungezuckerte Produkte.

Zum anderen sind getrocknete Früchte häufig geschwefelt. Schwefel verhindert die unerwünschte Braunfärbung durch die Trocknung und dient als Konservierungsstoff. Für die meisten Mensch ist Schwefel in geringen Mengen grundsätzlich unbedenklich. Für Menschen mit Asthmaerkrankungen ist er jedoch problematisch, da Schwefelverbindungen Schwellungen der Atemwege verursachen können. Außerdem fehlt manchen Menschen das Enzym für den Abbau von Schwefelverbindungen. In diesem Fall kann der Verzehr von Trockenobst Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und andere allergieähnliche Symptome hervorrufen.

Die Schwefelung von Trockenfrüchten ist nicht unbedingt notwendig, da Trockenfrüchte auch an sich gut haltbar sind. Bei Bio-Trockenfrüchten ist sie erst gar nicht erlaubt.

Trockenobst selber machen

Um ganz sicherzugehen, dass Trockenfrüchte keine Zusatzstoffe enthalten, können Sie sie auch einfach selber herstellen, zum Beispiel im Backofen. Das Obst sollte hierfür entkernt, je nach Sorte in dünne Scheiben geschnitten und auf einem Gitterblech verteilt werden. Der Ofen wird auf niedrigste Temperaturstufe und Umluft eingestellt und muss mithilfe eines Holzkochlöffels einen spaltbreit offen bleiben, damit die Feuchtigkeit der Früchte entweichen kann. Dann braucht das Obst mehrere Stunden zum Trocknen.

Allerdings ist das Trocknen im Backofen nicht gerade energieeffizient. Wenn Sie Gefallen am Trocknen von Obst finden, eignet sich auf Dauer ein Dörrgerät.

Fazit:

Trockenfrüchte sind gesund, reich an Nährstoffen, aber auch an Kalorien. Die Menge ist daher entscheidend. Pro Tag sollte es nicht mehr als eine Handvoll Trockenobst sein. Als Richtlinie können Sie sich außerdem an die Menge halten, in der Sie das Obst normalerweise frisch essen würden. Wenn Sie allerdings einer Low-Carb-Ernährung folgen, sind getrocknete Früchte eher nicht geeignet.

Achten Sie beim Kauf von Trockenobst auf die Zutatenliste und bevorzugen lieber ungezuckerte und ungeschwefelte Produkte.

Ob getrocknet oder frisch, Sie lieben Früchte? Dann schauen Sie sich unbedingt auf unserer umfangreichen Obst-Themenseite um. Hier versorgen wir Sie mit leckeren Rezepten und informativen Ratgebern. Und wenn Sie gesund und nachhaltig abnehmen möchten, haben wir hilfreiche Tipps auf unserer Themenseite Diäten für Sie.

Quellen:

mdr.de, Verbraucherzentrale Südtirol: Ist Schwefel in Trockenfrüchten bedenklich?, Verbraucherfenster Hessen: Schwefel in Trockenobst: Warum?, abgerufen am 05.10.2021

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen