Pflanzenbetonte Ernährung: So gesund ist sie wirklich

Doch wie gut ist die Pflanzenkost eigentlich für unseren Körper und was genau ist mit pflanzenbetonter Ernährung gemeint? Das erklären die Experten von Alpro.

Was bedeutet pflanzenbetonte Ernährung?

Eine pflanzenbetonte Ernährungsweise bedeutet einfach, mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel auf den täglichen Speiseplan zu setzen. Zu pflanzlichen Lebensmitteln gehören etwa Obst, Gemüse, Vollkorngetreideprodukten, Hülsenfrüchte, Nüsse und auch pflanzliche Drinks und Milchalternativen, Joghurtalternativen, Kochcrèmes und Desserts.

Alexandra Stell, Brand Marketing Managerin DACH bei Alpro, erklärt: “Mit pflanzlichen Produkten lassen sich alle klassischen Speisen wie Aufläufe, Waffeln, Müsli oder Wraps zubereiten und auch ganz neue Geschmackskompositionen kreieren.”

So können beispielsweise der Kokosnussdrink im Kaffee oder das Blumenkohl-“teak” zum Abendessen zu überraschenden Lieblingen im Alltag werden. Und davon profitiert auch unser Planet, da pflanzliche Lebensmittel die niedrigsten Umweltauswirkungen in Bezug auf Kohlenstoffemissionen, Wasserverbrauch und Landnutzung haben. Das zeigt zum Beispiel auch die “Planetary Health Diet”, die von 37 Wissenschaftlern der EAT-Lancet-Kommission im Jahr 2019 entwickelt wurde. Sie ist eine flexitarische Ernährung, die aus einer Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln und geringen bis moderaten Mengen an tierischen Lebensmitteln besteht.3

Die Forschenden haben berechnet, dass diese pflanzenbetonte Ernährungsweise sicherstellen kann, dass bis zum Jahr 2050 alle Menschen – bis dahin etwa 10 Milliarden – etwas zu essen haben und es dem Planeten immer noch gut geht.

Auch Experten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Union mit ihrer “Farm2Fork-Strategie” stellen die Bedeutung der Förderung pflanzenbetonter Ernährungsweisen heraus.4,5,6,7

Wie gesund ist eine pflanzenbetonte Ernährung?

Viele Menschen können von den Inhaltsstoffen der pflanzlichen Lebensmittel profitieren. Dabei kommt es auf die richtige Verwendung an, denn nicht alle pflanzlichen Lebensmittel sind automatisch gesund. Vor allem Fertiggerichte und Snacks wie Chips enthalten viel Fett und Zucker.

Wird eine pflanzenbetonte Ernährung jedoch ausgewogen mit frischen Lebensmitteln und selbst zubereiteten Gerichten kombiniert, ist sie tendenziell nährstoffreicher und liefert mehr Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe, die der Körper für eine gesunde Lebensweise benötigt.

Auch Eiweiß kommt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln reichlich vor. Vor allem Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen oder Sojaprodukte enthalten viele Proteine.

Darüber hinaus sind pflanzliche Lebensmittel zudem meist reich an den “guten” ungesättigten Fettsäuren und arm an den “schlechten” gesättigten Fettsäuren.

Alexandra Stell erklärt: “Werden gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung ersetzt, kann dies etwa zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beitragen.8 Auch enthalten viele pflanzliche Lebensmittel wenig oder gar keinen Zucker. So kann sich mit einer ausgewogenen pflanzenbetonten Ernährung beispielsweise auch das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauferkrankungen reduzieren lassen.9”

Lecker pflanzenbetont ernähren: Sommerlicher Scampi-Salat mit Curry-Dressing

Eine pflanzenbetonte Ernährung lässt sich einfach nach und nach in den Alltag integrieren. So können etwa schrittweise einzelne Bestandteile des gewohnten Essens durch eine pflanzliche Alternative ersetzt werden.

Ein lecker-sommerliches Rezept ist etwa ein Scampi-Salat mit pflanzlichem Curry-Dressing. Dafür wird eine Soja-Joghurtalternative mit Apfelessig, Senf und Olivenöl gemischt und mit Salz, Pfeffer und Currypulver nach Belieben gewürzt. Mit einem frischen Salat samt Süßkartoffeln und Scampi aus dem Ofen oder vom Grill ist das leckere Sommergericht schnell und unkompliziert zubereitet.

1 Willett et al. (2019). Food in the Anthropocene: the EAT–Lancet-Commission on healthy diets from sustainable food systems.
2 Food and Agriculture Organization of the United Nations (2010). Sustainable Diets and Biodiversity.
3 World Health Organization (2019). Sustainable healthy diets: guiding principles.
4 Die “Farm to Fork”-Strategie ist das Zentrum des “European Green Deal”, der Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen soll. Sie befasst sich mit den Herausforderungen nachhaltiger Nahrungsmittelsysteme und erkennt eine Verbindung zwischen gesunden Menschen, einer gesunden Gesellschaft und einem gesunden Planeten.
5 DGE (2007): Die Dreidimensionale DGE-Lebensmittelpyramide. https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fs/3dlmp/200714-DGE-Arbeitsblaetter-03-formular.pdf
6 Bei einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung und einer gesunden Lebensweise.
7 Willett et al. (2019): Food in the Anthropocene: the EAT–Lancet Commission on healthy diets from sustainable food systems. The Lancet Commissions| Volume 393, ISSUE 10170, P447-492, https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)31788-4
8 Bei einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung und einer gesunden Lebensweise.
9 Willett et al. (2019): Food in the Anthropocene: the EAT–Lancet Commission on healthy diets from sustainable food systems. The Lancet Commissions| Volume 393, ISSUE 10170, P447-492, https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)31788-4

Quelle: tts agentur05 GmbH