Neuer Anlauf nach Corona: Adipositas-Selbsthilfegruppe bei der Caritas

Vier bis fünf Treffen gab es zwar schon insgesamt, dazwischen lagen coronabedingt aber jeweils längere Unterbrechungen. Nun soll es die Anlaufstelle für Adipositas-Kranke regelmäßig geben.

Elisabeth Mörke weiß, wovon sie spricht. Sie selber blickt auf eine adipöse Vergangenheit zurück. Nun will sie anderen helfen, die mit der Erkrankung durchs Leben gehen. Denn, die gesundheitlichen Aspekte sind das eine, sagt die Leiterin der Selbsthilfegruppe, die sozialen Probleme, die das krankhafte Übergewicht mit sich bringen, seien die anderen.

Am Montag, 20. September, ab 18 Uhr startet der nächste Anlauf von Mörke, das Selbsthilfeangebot regelmäßig stattfinden zu lassen. Jeden ersten und dritten Montag im Monat will sie sich dann mit den Teilnehmern im Begegnungszentrum der Caritas-Ostvest im Treffpunkt Hachhausen, Westring 8, zusammensetzen. Es ist insgesamt schon der dritte Anlauf, die beiden ersten Versuche scheiterten an den Auflagen im Zuge der Corona-Pandemie.

Adipositas-Angebot soll keine Abnehm-Gruppe werden

Mörke betont, dass die Selbsthilfegruppe nicht allein für nachgewiesen Erkrankte angeboten wird, sondern auch für Menschen, die einen sehr hohen Body-Mass-Index (BMI) aufweisen, unter einer Diabetes-Erkrankung oder unter Bluthochdruck leiden. Und eine Diät- oder Abnehm-Gruppe soll der Kurs keinesfalls darstellen, berichtet die Leiterin. Vielmehr will sie Lösungsmöglichkeiten und Tipps für Verhaltensänderungen geben, um den Alltag lebenswerter zu gestalten, sagt Mörke.

Koch-Abend oder Spaziergänge sind geplant

Das bedeute nicht, dass die Gruppenleiterin ihren Teilnehmern nicht auch einen Weg hin zu einer gesünderen Ernährung zeigen will. Einen Koch-Abend, wenn sich eine Gruppe ein paar Treffen lang gefunden hat, könne sie sich sehr gut vorstellen. Und mit den passenden Rezepten könne man dann zeigen, dass Kichererbsen zum Beispiel einen guten Ersatz für Nudeln darstellen. Zielsetzung sei es, die Kohlenhydrat-Zufuhr runterzuschrauben.

Bei Ernährung, aber auch alltäglichem Verhalten hin zu mehr Selbstsicherheit, gebe es kein „Schema F“, sagt Mörke. Vielmehr sei die Individualität das „A und O“. „Wir bieten unterschiedliche Sachen an und schauen dann, was für die jeweilige Person passt“, sagt Elisabeth Mörke. So könne sie sich zum Beispiel je nach körperlicher Verfassung der Teilnehmer einen Lauf-Treff, aber auch Stadt- oder Waldspaziergänge vorstellen.

Kinder-Eis statt Erdbeerbecher

Und es seien nicht immer die großen Veränderungen, sondern auch manchmal die kleinen Tricks und Kniffe, die schon einen positiven Effekt haben können. Zum Beispiel bei Süßspeisen: Da reiche ein Kinder-Eisbecher oftmals aus, anstatt den riesigen Erdbeerbecher zu bestellen. „Das Gewicht halten ist der erste Schritt“, sagt Mörke, „hier wird keiner auf die Waage gestellt.“

Adipositas-Treff der Caritas

Jeden 1. und 3. Montag im Monat, 18 Uhr, Treffpunkt Hachhausen

Es gelten die 3-G-Regeln

Anmeldungen bei Kirsten Augello: 02363/565626

Der Zugang zum Untergeschoss ist barrierefrei