NATURALIE: Stinkende Köstlichkeit: die Durian – Gesundheit & Ernährung

Das muss man erst einmal hinkriegen: Durian riechen derart übel, dass in ihren asiatischen Heimatländern Busfahrer einem auch schon mal die Fahrt verweigern, wenn man eine dieser bis zu drei Kilogramm schweren Früchte dabei hat. Aber: Die “Stinkfrucht” schmeckt phantastisch. Nämlich nach einer schwer zu beschreibenden Mischung aus Banane, Ananas, Pfirsich und Erdbeere, mit einem Hauch Vanille und Walnuss. Der mitunter bestialische Gestank geht auf die seltene Aminosäure Ethionin zurück, die in Kombination mit einem Enzym den Stoff Ethanthiol erzeugt. Das sorgt dann bei reifen Früchten für ein nachhaltiges Geruchserlebnis, das Menschen mit entsprechend traumatischen Erfahrungen als irgendwo zwischen überreifem Käse, Lauch und fauligen Zwiebeln beschreiben. Wegen Durianfrüchten wurden schon ganze Gebäude geräumt, weil ein Gasleck vermutet worden ist. Vor allem in Südostasien zeigt man sich jedoch unerschrocken und verzehrt die Königin der Tropenfrüchte kurzerhand im Freien. Das gelbe Fruchtfleisch versorgt vor allem unsere Haut und unsere Augen mit Nährstoffen, dank Provitamin A können wir gut sehen. Wer hierzulande Durian probieren möchte, wird im gut sortierten Asialaden fündig. Zum Ausprobieren empfiehlt es sich, keine ganze Frucht, sondern nur etwas tiefgefrorenes oder getrocknetes Fruchtfleisch zu kaufen. Das nascht man am besten pur – und wird ziemlich sicher Fan.