NATURALIE: Schützt Die Leber: die Schafgarbe – Gesundheit & Ernährung

Von seiner Ferse mal abgesehen, war Achilles unverwundbar. Weil seine Krieger nicht das gleiche Glück hatten, nutzte der Held aus der griechischen Mythologie angeblich vor allem ein Kraut, um ihre Wunden zu heilen: die Schafgarbe, lateinisch Achillea. Davon gibt es Experten zufolge weltweit bis zu 200 Arten. Die am häufigsten als Gewürz- und Heilpflanze verwendete ist die Gemeine Schafgarbe, Achillea millefolium. Ihr wird in der Volksmedizin unter anderem eine antientzündliche Wirkung nachgesagt, Achilles hatte also den richtigen Riecher. Äußerlich wird Schafgarbe, die tatsächlich gerne von Schafen gefressen wird, vor allem zur Wundheilung, bei Sonnenbrand und als Wickel eingesetzt, innerlich gilt die Korbblütlerpflanze als schützend für die Leber und ordnend für den Magen-Darm-Trakt. Krämpfe – darunter auch Menstruationsbeschwerden –, Blähungen und Völlegefühl bekommt man mit Schafgarbentee ganz gut in den Griff. Der ist durchblutungsfördernd und hat damit eine entspannende Wirkung auf die Muskulatur. Auch die Gallentätigkeit und der Appetit werden angeregt. Verantwortlich für die Wirkung sind Bitter- und Gerbstoffe sowie ätherische Öle. Diese enthalten auch den entzündungshemmenden Stoff Chamazulen, der Schafgarbentinkturen ihre tiefblaue Farbe gibt. Die hat der Tee leider nicht. Dafür ist sein leicht bitterer Geschmack ein passender Abschluss nach einer üppigen Mahlzeit.