Mit Keimkraft der schnellste Mann am Meer

Kevin Reiterer war sechs Jahre alt, als er zum ersten Mal auf dem Jetski seines Vaters stand. „Und dann kam der Tag, als ich besser wurde als er. Da hat er das Rennenfahren an den Nagel gehängt und gemeint, er wird jetzt mein Betreuer, Mechaniker und Manager und wir fokussieren uns auf meine Karriere“, so der Sportwissenschaftler.

Mit 17 Jahren wurde er jüngster Weltmeister in der Geschichte des Jetski-Sports. Vielleicht war es der frühe Verlust des Vaters, der ihn noch zielstrebiger und fokussierter auf die Karriere werden ließ. Es folgten zig WM- und EM-Titel, leben kann man aber selbst als Weltbester nicht von dem Sport.

Die aktuelle Nummer 1 der Tennis-Welt ist 150 Millionen US-Dollar schwer, die Nummer 1 der Jetski-Welt riskiert für Ruhm und Ehre sein Leben bei Tempo 130 auf dem Wasser. Bei einer seiner vielen Reisen zu den Rennschauplätzen dieser Welt ist auch die Idee zu „Nuea“ (www.nuea.at) entstanden. „Ich ernähre mich seit einigen Jahren pflanzlich, was sich extrem gut auf meine Leistungsfähigkeit und Regeneration ausgewirkt hat. Allerdings war das in gewissen Ländern gar nicht so einfach, da in vielen Lebensmitteln tierische Produkte enthalten sind, von denen man es nicht erwartet“, schildert der 29-Jährige.

Biologische Nahrungsmittel aus Österreich

Er befasste sich viel mit dem Thema biologischer Nahrungsmittel und fand in seiner Mutter, einer veganen Köchin und angehenden Ernährungsberaterin, den perfekten Coach. Ihr kürzlich gegründetes Start-up liefert biologische Lebensmittel wie Erbsen, Hirse, Buchweizen, Haferflocken oder Reis, die durch einen speziell überwachten Prozess gekeimt und schonend luftgetrocknet werden. „Durch die Keimkraft kommt es auf natürliche Weise zur vermehrten Bildung von Vitaminen und Nährstoffen“, erklärt Reiterer.

Die Vorteile seien eine bessere Verdaulichkeit, eine höhere Menge an Antioxidantien, höherer Nährstoffgehalt und mehr Enzyme. Seine Mutter, Marita Gersthofer, liefert zu den Produkten die passenden Rezeptideen.