Mikrobiom: Wie eine westliche Ernährung Darmkrebs begünstigt

Krebsfördernde Bakterien entdeckt

Vertreter dieses Bakterienstamms sind mit einem speziellen Protein ausgerüstet, der Polyketidsynthase (pks). Dieses Enzym wiederum begünstigt die Entstehung von Mutationen und damit von Tumoren.

Tatsächlich fanden sich die mit pks ausgerüsteten E. coli-Bakterien besonders häufig bei den rund 1.000 an Darmkrebs erkrankten Teilnehmenden. Dabei ließen sie sich in großer Zahl im Tumorgewebe selbst feststellen. Andere Stämme von E. coli hatten hingegen keinen Einfluss auf das Darmkrebsrisiko.

“Dies ist die erste Studie, die einen Zusammenhang zwischen westlicher Ernährung und spezifischen pathogenen Bakterien bei Krebs herstellt”, so Studienleiter Shuji Ogino. In einer weiteren Studie will die Arbeitsgruppe nun klären, welche Bestandteile der westlichen Ernährung die Bildung von schädlichen Proteinen in den Darmbakterien am stärksten fördern.