Loccum: Lebensmittel „von allen für alle“

Loccums Pastoren Corinna und Joachim Diestelkamp wollen mit Christine Breuer-Völkel helfen, einen „Fairteiler“ für Loccum aus der Taufe zu heben.

© Beate Ney-Janßen

Das Pastorenehepaar Diestelkamp möchte in Loccum einen „Fairteiler“ etablieren. Es möchte auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen und sucht Mitstreiter.

Loccum – „Fairteiler“ nennen sich die Stationen in vielen Städten, in denen jeder Lebensmittel ablegen oder sich nehmen kann. Kostenlos und als Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung. Solch eine Station soll auch nach Loccum kommen.

„Hier können wir den Kühlschrank aufstellen“, sagt Pastor Joachim Diestelkamp und zeigt auf die Mauer im Windfang des Gemeindehauses. Daneben ein Regal für Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen. Dann noch ein Mülleimer. Fertig ist der „Fairteiler“. „Ein idealer Standort“, meint auch seine Frau Corinna. 24 Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche kann dieser Fairteiler im Windfang geöffnet sein. Mit dem Platz im Gemeindehaus direkt neben dem Marktplatz liegt er außerdem zentral im Dorf. „Das Prinzip ähnelt dem der Offenen Bücherschränke“, sagt Corinna Diestelkamp. Teilen von allen und für alle. Solch ein Schrank stehe auf dem Loccumer Marktplatz bereits seit neun Jahren und werde seitdem viel genutzt.

Gesucht: Menschen, die sich für die Idee begeistern

Den Pastoren gefällt die Idee, der Kirchenvorstand ist einverstanden. Aus seinen Reihen will Christine Breuer-Völkel in den Anfängen gerne beraten. Schließlich ist sie Hauswirtschaftsmeisterin und kennt sich mit Lebensmitteln aus. Auch wenn das Retten von Lebensmitteln auf solch einem Weg für sie etwas Neues ist. Gegen zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel, die jährlich allein in Deutschland weggeworfen werden, und 75 Kilogramm, die hierzulande pro Jahr und Kopf im Müll landen, könne aber doch jeder etwas tun, sagt Breuer-Völkel. Was jetzt noch fehlt, sind Menschen, die sich für die Idee begeistern und sich um den Fairteiler kümmern beziehungsweise ihn nutzen mögen. Die Kirchengemeinde bietet lediglich den Standort an. Das Projekt soll von den Nutzern getragen werden.

Kontakt: Wer sich für die Idee interessiert, meldet sich unter 05766/252 oder per E-Mail unter corinna.diestelkamp@gmail.com.