Lebensmittel mit Inulin und deren Gesundheitsvorteile – Heilpraxis

Verbesserte Darmgesundheit dank Inulin

Inulin, ein in Früchten, Getreide und Gemüse enthaltener präbiotischer Ballaststoff ist vorteilhaft für das Darmmikrobiom, stabilisiert den Blutzuckerspiegel und verhilft zu einem längeren Sättigungsgefühl. Die Ernährungsberaterin Kendra Weekley von der Cleveland Clinic (USA) erläutert, worin Inulin enthalten ist und warum es so positiv auf die Gesundheit wirkt.

Was ist Inulin?

Inulin ist in vielen Früchten, Getreide- und Gemüsesorten enthalten. Es wird von den Pflanzen gebildet und als Energiequelle genutzt. Inulin wird vom Körper nicht verdaut, aber gesunde Bakterien im Darm nutzen es als Nahrung, berichtet Weekly in einer Pressemitteilung.

Bessere Darmgesundheit dank Inulin

Inulin wirke sich stark auf die Gesundheit des Darms aus. So stimuliert es zum Beispiel die Darmbewegung und die enthaltenen „Ballaststoffe können auch dazu beitragen, den Stuhlgang anzuregen, Verstopfung vorzubeugen und den Stuhlgang zu verfestigen“, erläutert Weekley.

Es sei jedoch wichtig, dass die aufgenommene Ernährung ein ausgewogenes Verhältnis von Ballaststoffen und Flüssigkeit umfasst. Da es sich bei Inulin um einen löslichen Ballaststoff handelt, führe eine Aufnahme zusammen mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten im Körper zu einer Umwandlung in eine Art Gel.

Genau dieses Gel bewirke, dass sich der Magen viel langsamer entleert, was zur Folge habe, dass betroffene Personen sich länger satt fühlen.

„Ballaststoffe halten uns satt und stabilisieren unseren Blutzuckerspiegel. Das kann uns davor bewahren, zu viel zu essen, und hilft uns, eine bessere Auswahl an Lebensmitteln zu treffen”, betont Weekley.

Darmmikrobiom profitiert von Inulin

Ein Aufnahme der präbiotischen Ballaststoffe habe aber noch andere positive Auswirkungen. Laut der Ernährungsberaterin zeigen Studienergebnisse, dass Inulin bei Erkrankungen wie beispielsweise Typ-2-Diabetes, Magen-Darm-Erkrankungen, Fettleibigkeit und anhaltender Appetitlosigkeit hilft, das geschädigte Darmmikrobiom zu reparieren.

Die Aufnahme von Inulin in die Ernährung könne die Vielfalt der gesunden Bakterien im Darm erhöhen, was vorteilhaft für einen gesunden Magen-Darm-Trakt ist. Zudem sei Zusammenhang zwischen dem Darmmikrobiom und der mentalen Gesundheit bereits durch verschiedene Forschungsarbeiten belegt (siehe „Studie).

Ein vielfältiges Mikrobiom und ein gesundes Stuhlverhalten wurden dabei auch mit weniger Angstzuständen und Depressionen in Verbindung gebracht, erläutert Weekley.

Inulin stabilisiere des Weiteren den Blutzucker, senke zusätzlich den Cholesterinspiegel und reduziere das Risiko für die Entstehung verschiedener weiterer Erkrankungen.

Worin ist Inulin enthalten?

Der von Pflanzen produzierte Ballaststoff kann laut der Expertin zum Beispiel über die nachfolgenden Früchte, Getreide- und Gemüsesorten aufgenommen werden:

  • Artischocken,
  • Spargel,
  • Bananen,
  • Zichorienwurzel,
  • Knoblauch,
  • Lauch,
  • Hafer,
  • Zwiebeln,
  • Sojabohnen,
  • Weizen,
  • wilde Süßkartoffeln.

Inulin als Nahrungsergänzung

Auch ist Inulin als Nahrungsergänzung in Form von Kapseln, Tabletten und Pulver erhältlich, wobei das verwendete Inulin meist aus Zichorienwurzel stammt, erklärt die Ernährungsberaterin.

Negative Auswirkungen von Inulin

Die Aufnahme von Inulin ist laut der Expertin größtenteils unbedenklich. Trotzdem ist es möglich, dass bei zu hoher Aufnahme negative Auswirkungen auftreten. Diese umfassen beispielsweise:

  • Verstopfungen,
  • Krämpfe,
  • Diarrhöe
  • und Blähungen.

Ärztliche Beratung vor der Einnahme

Zudem können sich durch künstliche Inulinquellen einige Erkrankungen wie beispielsweise das Reizdarmsyndrom verstärken, weshalb die Ernährungsberaterin dazu rät, sich vor Einnahme eines Präparats mit Inulin ärztlich beraten zu lassen. So können mögliche Gesundheitsprobleme vermieden werden. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

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Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Quellen:

  • Cleveland Clinic: Does Inulin Help Improve Gut Health? (veröffentlicht 04.03.2022), Cleveland Clinic
  • Quentin Le Bastard, Guillaume Chapelet, François Javaudin, Didier Lepelletier, Eric Batard, et al.: The effects of inulin on gut microbial composition: a systematic review of evidence from human studies; in: European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases (veröffentlicht 09.11.2019), European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases
  • Megan Clapp, Nadia Aurora, Lindsey Herrera, Manisha Bhatia, Emily Wilen, et al.: Gut Microbiota’s Effect on Mental Health: The Gut-Brain Axis; in: Clinics and Practice (veröffentlicht , Clinics and Practice

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.