Krebspatienten werden in Krankenhusern oft falsch verpflegt – mit hohem Risiko – Gesundheit & Ernhrung

“Keimarme Kost” fr immungeschwchte Patienten? Klingt gut, ist wissenschaftlich aber berholt. Der Verzicht auf viele Lebensmittel fhrt oft zu Mangelernhrung. Doch selbst Unikliniken ndern nichts.

Krebskranke werden nach Einschtzung medizinischer Fachgesellschaften durch eine falsche Verpflegung in Krankenhusern unntigen Risiken ausgesetzt. Die Warnungen finden in vielen Einrichtungen bisher allerdings kein Gehr, wie eine Abfrage unter den deutschen Unikliniken ergab.
Hintergrund ist die Diskussion ber das Konzept der “keimarmen Kost”. Lange Zeit war es Standard fr Patienten mit Chemotherapie oder Stammzellentransplantation: Um immungeschwchte Menschen vor Lebensmittel-Infektionen zu schtzen, sollen Pilzsporen oder Bakterien wie Salmonellen unbedingt vermieden werden. Viele Kliniken setzen dazu nicht nur auf langes Erhitzen, sondern verzichten auch auf viele Lebensmittel mit hherem Risiko.
Was ist alles “verboten”?

In manchem Krankenhaus kursieren lange Listen “verbotener” Lebensmittel, darauf vermerkt ist nicht nur rohes Fleisch und roher Fisch, sondern auch Salate, Tomaten und jede Form von Rohkost, Beeren und zahlreiche Obstsorten, Nsse, rohe Pilze, Kruter, verschiedene Ksesorten, Vollkornbrot, Msli, teils auch Fast Food und Leitungswasser.
Doch gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. Zuletzt rckte die Wissenschaft zunehmend von dem Konzept ab. Umfassende Studien fanden keinen Beleg fr ein verringertes Infektionsrisiko im …