Herzinfarkt-Risiko mit diesen Lebensmitteln senken – Sie reinigen die Arterien

Ein Herzinfarkt kann den plötzlichen Tod bedeuten: Viele Lebensmittel helfen allerdings dabei, gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig einzudämmen.

Frankfurt – Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten laut Angaben des Robert-Koch-Instituts neben Krebserkrankungen als die häufigste Todesursache in Deutschland. Das Risiko für Herzkrankheiten wie Arteriosklerose, einen Herzinfarkt oder Gefäßerkrankungen kann durch eine gesunde Ernährung jedoch wesentlich verringert werden. Dazu sollte man Laster wie Rauchen, Alkoholkonsum oder zu wenig Bewegung schnellstens ablegen.

Doch insbesondere bei schlechter Ernährung lagern sich Fette im Körper ab, die nach und nach die Blutgefäße verstopfen. Damit steigt auch das Risiko auf einen Herzinfarkt. Welche Lebensmittel säubern jedoch die Arterien und helfen dabei, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen und die eigene Gesundheit zu stärken? Wir klären auf.

Herzinfarkt vorbeugen: Das Herz-Kreislauf-System mit Pampelmusen und grünem Tee stärken

Die größte aller Zitrusfrüchte, die Pampelmuse, steckt voller sogenannter Pektine. Dabei handelt es sich um zuckerähnliche Ballaststoffe, die eine Verkalkung der Arterien verlangsamen können. Wer kein Fan der süßen Frucht ist, kann aber auch zu Äpfeln oder den etwas weniger intensiven Grapefruits greifen. Äpfel enthalten neben Pektinen zusätzlich Procyanidine, die Blutgerinnsel vorbeugen. Aus demselben Grund empfiehlt die Deutsche Herzstiftung grünen Tee. Neben einem Herzinfarkt können die Stoffe zudem Schlaganfälle vorbeugen und Arterien stabilisieren.

„Grüner Tee wird seit etwa 20 Jahren erforscht. Die genauen Wirkmechanismen der enthaltenen Substanzen sind bislang nicht abschließend erforscht. Es hat sich aber herausgestellt, dass die Summe der im grünen Tee enthaltenen Pflanzenstoffe einen schützenden Effekt auf das Herz-Kreislauf-System haben“, sagt Ernährungsmediziner Professor Dr. med. Hans Hauner von der Deutschen Herzstiftung. Ähnlich positive Effekte werden übrigens auch bei schwarzem Tee vermutet. Wer diesen mit Milch trinkt, macht die positive Wirkung des Tee oder auch von Kaffee allerdings höchstwahrscheinlich zunichte.

Video: Diese zehn Lebensmitteil erhöhen das Herzinfarkt-Risiko

Gesunde Ernährung gegen ein Herzinfarkt

Zu einer gesunden Ernährungen gehören ebenfalls Ballaststoffe. Denn nicht nur die Verdauung profitiert von den Stoffen, sondern auch die Blutwerte. Unter den Hülsenfrüchten gelten die Kichererbsen als besonders gesund für das Herz-Kreislauf-System, da diese die Gallensäure-Ausscheidung anregen und dadurch den Cholesterin-Spiegel senken können.

Spinat ist ein weiteres gesundes Lebensmittel, welches das Herzinfarkt-Risiko senken kann. Die Pflanze birgt einen hohen Gehalt an Vitamin D und E, welche verhindern können, dass sich die Arterien verengen. Darüber hinaus berichtet die Deutsche Apotheker Zeitung, dass Spinat nicht nur die Blutgefäße reinigt, sondern zudem die Muskeln stärkt. Auch Omega-3-Fettsäuren, also ungesättigte Fettsäuren, schützen Herz und Hirn vor Erkrankungen.

Die Lebensmittel schützen vor einem Herzinfarkt

Apropos ungesättigte Fettsäuren, für ein gesundes Herz-Kreislauf-System sollte man sich grundsätzlich eher fettarm ernähren. Gesunde Speiseöle zählen hier aber zu den wenigen Ausnahmen. Olivenöl und Rapsöl enthalten beispielsweise viele ungesättigte Fettsäuren und schützen dadurch vor einem möglichen Herzinfarkt. Wer es mit dem Geschmack der beiden Öle nicht hat, kann seine Speisen aber auch mit Leinöl und Walnussöl zubereiten – diese haben ebenfalls eine „günstige Zusammensetzung verschiedener gesunder Fettsäuren“, erklärt die Deutsche Herzstiftung.

Bei gesunder Ernährung ist es außerdem ratsam, statt Fleisch vermehrt Fisch zu konsumieren. Vor allem Lachs ist gesund für das Herz und bietet einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Vegetarierinnen und Vegetarier könnten stattdessen zu pflanzlichen Produkten wie Chiasamen, Hanföl, Leinsamen, Walnüssen oder Rotalgen greifen.

Mangold, Knoblauch und Kohl senken das Herzinfarkt-Risiko

Denkt man an besonders beliebtes Gemüse, zählt der Mangold wohl eher nicht zu. Dabei handelt es sich bei dem Blattgemüse um ein wahres Wundermittel. Neben einem sehr hohen Gehalt an Antioxidantien, die das Entzündungsrisiko im Körper verringern, kann die Pflanze auch mit viel Vitamin D punkten. Wer lieber auf Vitamin-D-Präparate zurückgreift, sollte allerdings Vorsicht walten lassen: Eine künstliche Zufuhr kann der Gesundheit massiv schaden*.

Es gibt aber natürlich noch weiteres gesundes Gemüse. Egal ob Grün-, Rot, Rosen- oder Blumenkohl: Jede Sorte ist reich an Antioxidantien. Knoblauch hingegen verleiht einem Gericht nicht nur einen leckeren Touch, sondern regt im Körper außerdem die Produktion von Stickstoff an – das sorgt für elastische und dehnbare Blutgefäße, was wiederum das Herzinfarkt-Risiko senkt, berichtet das Nachrichtenportal inFranken.de.

Herzinfarkt-Risiko – Täglich sollte man zwei Portionen Obst essen

Israelische Forschende fanden heraus, dass der Granatapfel den Blutdruck um bis zu 20 Prozent senken kann. Weiter sorgen enthaltene Antioxidantien für eine Vorbeugung von Entzündungen und ein vermindertes Herzinfarkt-Risiko. Darüber hinaus stecken fast alle Obst- und Beerensorten voller Flavonoiden, welche ebenfalls Entzündungen verhindern können und das Herz-Kreislauf-System stärken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, jeden Tag zwei Portionen Obst zu essen – also etwa eine Banane oder einen Apfel.

Tomaten, die im botanischen Sinn übrigens den Früchten zugeordnet werden, enthalten viel Lycopin. Dieser Stoff beugt der Oxidation von Cholesterin vor und reinigt die Arterien. Laut infranken.de ist Lycopin jedoch nur in erhitzten Tomaten enthalten, weshalb sich bei gesunder Ernährung eher eine Tomatensuppe oder ein Gericht mit Tomatensoße lohnt. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.