Grossbrand Spreitenbach : Lebensmittel aus Brandgebiet können problemlos konsumiert werden 

Publiziert10. Juni 2022, 17:39

Analyseergebnisse von Bodenproben zeigen, dass Landwirtschaftsprodukte des vom Brand betroffenen Gebiets in Spreitenbach ohne Bedenken konsumiert und verarbeitet werden können. 

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Laut der Kantonspolizei Aargau standen beim Grossbrand in Spreitenbach über 200 Feuerwehrleute im Einsatz. 

20min/News-ScoutLeserinnen und Leser entdeckten in der Umgebung des Brandes grosse Kohleklumpen.

Leserinnen und Leser entdeckten in der Umgebung des Brandes grosse Kohleklumpen.

20min/News-ScoutLandwirtschaftsprodukte des vom Brand betroffenen Gebiets sollen nun ohne Bedenken konsumiert und verarbeitet werden können. 

Landwirtschaftsprodukte des vom Brand betroffenen Gebiets sollen nun ohne Bedenken konsumiert und verarbeitet werden können. 

20min/News-Scout

Nach dem Grossbrand in Spreitenbach Ende Mai zeigen Analyseergebnisse, dass der Boden im betroffenen Gebiet keine problematischen Stoffe enthält. Wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei des Kanton Aargau heisst, können Früchte, Gemüse und andere Landwirtschaftsprodukte aus dem betroffenen Gebiet ohne Bedenken konsumiert und verarbeitet werden. 

Beim Grossbrand einer Lagerhalle hatte sich eine mehrere kilometerweite Aschewolke ausgebreitet. Dabei gelangten Niederschläge aus dieser Aschewolke auf Felder, Gemüse- und Früchtekulturen. Der Schadendienst der Abteilung für Umwelt des Departements Bau, Verkehr und Umwelt entnahm umgehend verschiedene Proben der verfrachteten Asche sowie Bodenproben und liess sie auf allfällige problematische Stoffe untersuchen. Bereits Ende letzter Woche lagen erste Analyseergebnisse vor, die auf eine unbedenkliche Belastung hinwiesen, welche mit unbelastetem Boden vergleichbar ist. Dieser Befund wird durch die nun vorliegenden Resultate der weiteren, vertiefenden Analysen bestätigt: Durch die Aschewolke wurde der Boden des betroffenen Gebiets nicht merklich belastet.

Die Abteilung Landwirtschaft Aargau hat die 60 Landwirtschaftsbetriebe, die bereits nach dem Brandereignis mit Empfehlungen angeschrieben worden waren, entsprechend informiert.

Klumpen auf Feldern 

Auf den Feldern mehrerer Bauern lagen nach dem Grossbrand in Spreitenbach Asche und Russ. Das Amt für Umwelt empfahl den Landwirten, auf die Ernte zu verzichten. Nach dem Grossbrand hatten die Landwirte mit Kohleklumpen auf den Feldern zu kämpfen. «Giftig oder nicht, das weiss ich nicht», sagte Landwirt Christian Järmann aus Remetschwil gegenüber «Tele M1». Er las Klumpen auf der Kuhweide zusammen und liess die Tiere als Vorsichtsmassnahme nicht aufs Feld.

Bis zu 30 Meter Flammen und starke Rauchentwicklung

Über 200 Einsatzkräfte kämpften in einem Industriegebiet in Spreitenbach gegen die bis zu 30 Meter hohen Flammen. Die starke Rauchentwicklung war über mehrere Kilometer zu sehen. Die Kantonspolizei Aargau warnte Anwohnende vor dem giftigen Rauch und riet der Bevölkerung, die Fenster zu schliessen. Der Brand trug zudem verkohlte Stücke kilometerweit. Erschwerend für die Einsatzkräfte kam starker Ascheflug hinzu, welcher unter anderem ein Strassenbord entlang der A1 in Brand setzte.