„Gesundheit fördern – Klima schützen.“ Klimaschutz ist auch ein Thema der Gesundheitsförderung

Das Thema Klimaschutz gehört zu den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit und ist von großer Bedeutung für unser Leben und unsere Gesundheit.

Wien (OTS) – Der Klimawandel ist auch ein großes Thema im Gesundheitsbereich – dementsprechend fordert die WHO auch breit zum Handeln auf. Dieser Aufforderung kommt der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) nach, indem der FGÖ u.a. seine diesjährige Konferenz dem Thema „Gesundheit fördern – Klima schützen.“ widmet.

Denn: Klimaschutz ist auch ein Thema der Gesundheitsförderung.

Wie und was die Akteurinnen und Akteure der Gesundheitsförderung aktiv zum Klimaschutz beitragen können, wird in den Beiträgen der 24. Österr. Gesundheitsförderungskonferenz des Fonds Gesundes Österreich, die am 21.6.2022, 9:00-17:00 Uhr, im Design Center Linz als HYBRID-Veranstaltung stattfindet, Thema sein.

In der Konferenz werden Zusammenhänge erörtert und diskutiert, wie die in Österreich lebenden Menschen z.B. zu mehr aktiver Mobilität und gesunder Ernährung motiviert werden können, um damit selbst einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Thema ist auch, wie etwa im Sektor Wohnen/Raumplanung die Ansätze verändert werden müssen, um zu mehr Gesundheit und Klimaschutz beizutragen. Der „Health in all Policies-Ansatz“ (Gesundheit in allen Politikfeldern) ist auch hier von großer Bedeutung.

Laut eines aktuellen „Lancet-Reviews“ ist die Rolle der Gesundheitsexpertinnen und -experten eine wesentliche. Demnach ist es eine gemeinsame Aufgabe, über Gesundheitsrisiken in Bezug auf den Klimawandel beständig und fundiert zu kommunizieren, um das Thema zu implementieren und die Entwicklung von Maßnahmen anzuregen, die die Lebensqualität aller verbessern.

Johannes Rauch, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Präsident Fonds Gesundes Österreich betont im Rahmen der Eröffnung (per Videobotschaft): „Unser Ziel ist, die Gesundheitsfolgen der Klimakrise abzuschwächen und den Schutz der Bevölkerung zu stärken. Dafür müssen Gesundheitsförderung und Klimaschutz gemeinsam fachübergreifend gedacht und bearbeitet werden.“

Dr. Helmut Hojesky, Abteilungsleiter, Allgemeine Klimapolitik im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie bekräftigt (per live-Zuschaltung): „Die WHO sieht in der Klimakrise die größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Was liegt daher näher, als dass die Klima- und die Gesundheitspolitik durch enge Kooperation ihre Schlagkraft gemeinsam erhöhen?“

Dr. Klaus Ropin, Leiter des FGÖ, verdeutlicht die Sicht der Gesundheitsförderung: „Klar ist, erfolgreicher Klimaschutz trägt zu mehr Lebensqualität und mehr Wohlbefinden der Menschen und damit zu mehr Gesundheit von uns allen bei. Ansätze finden sich sowohl in einer gesundheitsorientierten Gestaltung der Verhältnisse in den Lebenswelten aber auch beim individuellen Verhalten der Menschen.“

Im Plenum sprechen Dipl.-Ing. Dr. Willi Haas (Institut für Soziale Ökologie, Universität f. Bodenkultur Wien) und Prof. Dr. Hans-Peter Hutter (Umweltmediziner, Medizinische Universität Wien) in ihrem Beitrag „Klimaschutz trifft Gesundheitsförderung“ über Synergien, Konflikte und Hebel:
Zitat Haas: „Seit Jahrzehnten fördern Raum-, Angebotsstrukturen und Werbung Bewegungsarmut und fleischlastige Ernährung. Das ist ungesund und klimaschädlich. Die Klimakrise ist die Chance, um aktive Mobilität und gesunde Ernährung zur unwiderstehlichen Normalität zu machen.“

Zitat Hutter: „Nur wenn es gelingt, positive Auswirkungen rascher für jeden einzelnen kurzfristig spürbar zu machen, hat Klimaschutz eine Chance. Lediglich die Bevölkerung zu motivieren, ist zu wenig. Eine entschlossene gesundheitsförderliche Klimapolitik, die entsprechende Rahmenbedingungen schafft, ist notwendig.”

Zwei internationale Expertinnen sind live vorort:

Lisbeth Hall, MSc, BSc, Senior Advisor Environmental Public Health, National Institute for Public Health and the Environmnent (NL) geht der Frage nach, ob die Klimakrise auch eine Gesundheitskrise ist, was genau die Auswirkungen auf die Gesundheit sind und welche Maßnahmen wir ergreifen können.

Caroline Costongs, Director von EuroHealthNet (B) erläutert in ihrem Input „Klima, Gesundheit und Gerechtigkeit: Wie man einen Triple-Win sicherstellt“, wie die Klimakrise als Chance genutzt werden kann, um in Maßnahmen zu investieren, die gleichzeitig die Gesundheit schützen und fördern, die wachsende Ungleichheiten ausgleichen und ökologische Nachhaltigkeit verbessern.

Ein Round-Table-Gespräch mit namhaften Expertinnen und Experten aus der Gesundheitsförderung sowie sieben parallel abgehaltene Themenforen und Workshops mit nationalen und internationalen Fachleuten komplettieren das abwechslungs- und inhaltsreiche Programm, das sowohl in Präsenz als auch online live mitverfolgt werden kann.

Expertinnen/Experten Runder Tisch: „Ein-Blick in die Zukunft“

  • Prof. Dr. Hans-Peter-Hutter, Umweltmediziner, Medizinische Universität Wien
  • Dipl.-Ing. Dr. Willi Haas, Institut für Soziale Ökologie, Universität für Bodenkultur
  • SC Dr.in Katharina Reich, Leiterin der Sektion VII Öffentliche Gesundheit und Gesundheitssystem, Vorsitzende Taskforce GECKO und Corona-Kommission, Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
  • Dr.in Ruperta Lichtenecker, Leiterin Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit, Gesundheit Österreich GmbH
  • Mag.a Dr.in Andrea Schmidt, MSc, Leiterin Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit Gesundheit Österreich GmbH
  • Mag.a Monika Gebetsberger, PM.ME., Abt. Gesundheit, Gesundheitsförderung, Amt der Oö. Landesregierung

Abschluss:

  • ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH

Die Konferenz wird nach den Kriterien des Österr. Umweltzeichens für Green Meetings/Green Events ausgerichtet.

Kooperationspartner ist heuer der OÖ. Gesundheitsfonds.

Weitere Infos, Abstracts auf der Website des FGÖ

Link zum Programm

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Ordo (Kommunikation), gabriele.ordo@goeg.at, Tel.: 0676/848 191 252
Ing. Petra Gajar (Gesundheitsreferentin), petra.gajar@goeg.at, Tel.: 0676/848 191 712