Fettleber wird oft nicht erkannt: 6 Symptome sind Warnzeichen

Mehr als jeder Vierte betroffen: Fettleber wird oft nicht erkannt: Sechs Symptome sind Warnzeichen

Durch ungesunde Ernährung oder Alkohol kann die Leber schnell Schaden nehmen und krank werden. Mehr als jeder vierte Deutsche hat zum Beispiel eine durch Fetteinlagerungen vergrößerte Leber. Das sind die Anzeichen, auf die Sie achten sollten.

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Probleme mit der Leber bleiben häufig lange unentdeckt. Denn weder eine Fettleber noch andere Erkrankungen des Organs machen im Anfangsstadium Schmerzen oder eindeutige Symptome. „Die Leber schreit bekanntlich nicht laut, wenn es ihr schlecht geht“, formuliert es Jörn Klasen. „Doch es gibt Anzeichen, die im fortgeschrittenen Stadium der Leberverfettung auf ernsthafte Erkrankungen hindeuten.“ Welche das sind, erklärt der Ernährungsmediziner in seinem neuen Buch „Tschüss Fettleber“. Bei FOCUS Online lesen Sie im Folgenden einen Auszug daraus.

1. Druckgefühl im Oberbach

Im Anfangsstadium macht sich eine Fettleber so gut wie gar nicht bemerkbar. Wenn das Organ aber anschwillt, können Patienten das zwar nicht direkt, aber auf Umwegen über die Leberkapsel spüren. Die bindegewebsartige Außenhülle der Leber, die das weiche Organ zusammenhält, hat sensible Nervenenden, die Schmerzen im rechten Oberbauch auslösen, wenn die Leber sich vergrößert. Im fortgeschrittenen Stadium werden die Druck- oder Völlegefühle stärker. Auch Blähungen oder Durchfall können Hinweise sein.

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“Tschüss Fettleber: Besser essen – gesünder leben” von Jörn Klasen

2. Appetitlosigkeit und Gewichtsveränderungen

Schlechte Ernährung mit zu viel Süßigkeiten, Fertigprodukten, Fast Food und ungesunden Kohlenhydraten in Kombination mit zu wenig Bewegung gelten als Hauptursache für eine Fettleber. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass nicht nur Übergewicht, sondern auch eiweißarme Diäten, strenges Fasten oder ein sehr rascher Gewichtsverlust eine Fettleber hervorrufen können (man spricht dann von einer Mangelfettleber). Übelkeit und Appetitlosigkeit gehören deshalbebenfalls zu möglichen Symptomen, an denen sich gefährliche Entwicklungen erkennen lassen.

3. Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Schlafstörungen, Müdigkeit, fehlender Antrieb oder Konzentrationsstörungen weisen nicht direkt auf eine Lebererkrankung hin. Auch Leistungsabfall ist häufig ein subjektives Gefühl und kein eindeutiges Zeichen. Solche Symptome treten auch bei vielen anderen Krankheiten oder Überlastungen auf. Dennoch gilt Müdigkeit als „Schmerz der Leber“. Wer sehr haufig müde ist, eventuell ein erhöhtes Risiko für eine Fettleber aufweist und einen entsprechenden Verdacht hat, sollte eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Eine Ultraschallkontrolle und die Bestimmung der Leberwerte bringen Klarheit.

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4. Lebersternchen

Lebersternchen – dieser Begriff hört sich fast niedlich und harmlos an, ist aber bereits ein deutliches Zeichen für eine geschädigte Leber. Dabei handelt es sich um sternförmige Gefäßerweiterungen, die vor allem an Kopf, Hals, Brust oder Armen aufreten. Im Gesicht zeigen sich die spinnenartigen Äderchen häufig zuerst an Druckstellen unter der Brille.

Wahrscheinlich entstehen diese Zeichen durch gefäßaktive Substanzen, die auftreten, wenn die Leber erkrankt. In Einzelfällen treten sie aber auch bei Gesunden oder bei Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft auf. Wenn die Leber sich wieder erholt, verschwinden die Sternchen.

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5. Verfärbung von Augen, Stuhl und Urin

Sogenannte gelbe Augen sind ein klares und alarmierendes Warnzeichen. Sie entstehen, wenn die Bindehaut sich verfärbt, und deuten auf eine akute virusbedingte Hepatitis oder auf eine Leberzirrhose hin, die sich bereits im fortgeschrittenen Stadium befindet. Dafür ist der Farbstoff Bilirubin verantwortlich, der beim Abbau ausgedienter roter Blutkörperchen entsteht. Auch wenn der Stuhl farblos oder lehmfarben wird und der Urin dunkel gefärbt ist, sollte man unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

6. Warnungen aus dem Bauch

Was sagt das sprichwörtliche Bauchgefühl? Wenn die Gesundheit der Leber in Gefahr ist, können Magen und Darm zeitig Hinweise geben. So sind zum Beispiel Druck- und Völlegefühle, Blähungen und Magenschmerzen typische Symptome. Im Bauchraum machen sich Wassereinlagerungen dadurch bemerkbar, dass sich der Bauch vorwölbt. Weiteres Warnzeichen sind Venen, die sich um den Nabel abzeichnen (Caput medusae), und häufige Blutergüsse.

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