Einseitige Ernährung : Was passiert, wenn du jeden Tag dasselbe isst?

Jeder hat seine Lieblingsessen. Bei einem sind es Spaghetti, bei den anderen Garnelen. Was aber sind die Folgen, wenn wir uns zu einer einseitigen Ernährung verleiten lassen?

Die wichtigste Antwort liegt auf der Hand: Jedes Lebensmittel, mag es auch noch so gut munden, enthält nur bestimmte Nährstoffe. So ist der gesunde Brokkoli zum Beispiel reich an Vitamin C, E und K und kann zudem mit Eisen, Zink, Kalium und Kalzium punkten. All das nützt uns jedoch nichts, wenn wir uns ausschließlich von diesem “Superfood” ernähren. Der Mangel an Vitamin B und Eiweiß, um nur zwei Beispiele zu nennen, wäre vorprogrammiert. Eine der Folgen wäre, dass unser Stoffwechsel nicht mehr richtig funktioniert. 

Neben diesem Schlüsselproblem gibt es aber noch viele weitere Effekte, die eine einseitige Ernährung nach sich zieht. Auch wenn es verwundern mag: Nicht alle davon sind negativ, wie auch das Gesundheitsportal “healthdigest.com” beschreibt.

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Hat eine einseitige Ernährung tatsächlich auch positive Effekte?

Zur Sicherheit sei es vorangestellt: Wer sich dauerhaft nicht ausgewogen ernährt, wird immer gesundheitliche Probleme bekommen. Auch das allgemeine Wohlbefinden leidet. Dennoch kann die Konzentration auf wenige Gerichte auch einige Pluspunkte für sich geltend machen. So empfinden viele Menschen die Frage, “Was esse ich denn heute”, als anstrengend. Der Entscheidungszwang verursacht Stress, der die Psyche belasten kann. Greife ich einfach zu meinem Lieblingsgericht, entfällt diese Belastung und ich gewinne Zeit für Dinge, die mich mehr erfreuen.

Die Ernährungsberaterin Chelsey Amer führt bei “healthdigist.com” zudem aus, dass die Monotonie im Speiseplan Menschen helfen kann, die abnehmen wollen. Das funktioniert vielleicht nicht auf alle Speisen, generell aber sei zu beobachten, dass der Körper für die Verarbeitung des bekannten Produkts weniger Energie verbraucht als für Neues. Das könnte auch daran liegen, dass der Genuss bei einer eintönigen Speisefolge auf Dauer entfällt. Es geht nur noch um Sättigung und diese macht sich früher bemerkbar, als wenn man sich gespannt durch allerlei Köstlichkeiten probiert. 

Verheerende Folgen einer einseitigen (Mangel-)Ernährung

Die Waagschale der negativen Effekte einer einseitigen Ernährung ist weit stärker gefüllt. Neben den bereits angesprochenen Mangelerscheinungen nennen Gesundheitsexperten zum Beispiel die Gefahr einer Vergiftung durch Schadstoffe. Sind in dem jeweiligen Essen Umweltgifte, zum Beispiel Schwermetalle, enthalten, können sich diese im Körper anreichern, selbst wenn die erlaubten Grenzwerte bei der einzelnen Portion formal eingehalten wurden. 

Prognostiziert wird – was mit dem Mangel im Zusammenhang steht – zudem eine negative Wirkung auf die Darmflora. Die Zahl der hier benötigten Bakterien nimmt ab, es verbleiben zunehmend Schadstoffe im Körper. Damit wird auch das Immunsystem geschwächt, schnell fehlt es uns an Energie und wir fühlen uns abgeschlagen und unwohl. 

Gesund abzunehmen, will gut geplant sein. 

Hintergrund.

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Früher Tod bei einseitiger Ernährung wahrscheinlich

Wenn man die “schlechten” Essgewohnheiten wieder ändern will, kann es ebenfalls zu Problemen kommen. Der Körper braucht Zeit, um sich umzustellen. Zudem besteht die Gefahr, Lebensmittel-Unverträglichkeiten zu entwickeln. Gelingt der Wechsel zu einer vielseitigen Ernährung dann nicht, drohen auf Dauer ernsthafte Erkrankungen. Laut einer im “Journal of Nutrition” veröffentlichten US-Studie aus dem Jahr 2015 haben Menschen mit monotoner Ernährung ein erhöhtes Risiko, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln, also an multiplen Krankheiten zu leiden, die mit einem erhöhten Blutdruck, Übergewicht und einem hohen Blutzuckerspiegel im Zusammenhang stehen.

Eine einseitige Ernährung führt schließlich auch zu einer erhöhten Sterblichkeit. Das wurde bei einer Studie der Harvard School of Public Health ermittelt, die im “International Journal of Epidemiology” erschienen ist und auf den Daten zu den Essgewohnheiten von mehr als 59.000 Frauen beruht.