Eine neue Innovationsdrehscheibe für Kaiseraugst – Basel

Der DSM-Konzern kommt mit dem Bau seines neuen Campus für Ernährung und Gesundheit voran und will diesen Ende 2023 beziehen.

Der niederländische DSM-Konzern hat ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zu dem in Kaiseraugst geplanten Campus für Gesundheit und Ernährung (Health & Nutrition) erreicht. Ende 2020 hatte der Konzern den Ausbau des Standortes für rund 100 Millionen Euro öffentlich gemacht. Bereits im März begannen die Erdarbeiten. Inzwischen sind die Vorarbeiten abgeschlossen. Diese Woche war die Grundsteinlegung, teilte DSM nun mit. Zum Jahresende soll der Rohbau stehen. Der Bezug des Komplexes mit Labor- und Forschungsarbeitplätze für rund 250 Mitarbeitende ist für Ende 2023 geplant.

Der vom Basler Architekturbüro Nissen-Wentzlaff konzipierte Neubau und der darüber entstehende Campus bedeuten für DSM nicht zuletzt eine endgültige, auch räumliche Trennung von dem angrenzenden Roche-Areal. Mit diesem war der Standort seit der Übernahme der früheren Roche-Vitamin-Sparte durch DSM 2003 bislang noch verflochten. Konkret werden nun Arbeitsplätze aus drei älteren Roche-Gebäuden verlagert und der Neubau mit dem bestehenden Kubus verbunden. Ein signifikanter Aufbau neuer Arbeitsplätze ist mit dem Projekt vorerst zwar nicht verbunden. Pressesprecher William Wild weist aber daraufhin, dass das um die Vitamine aufgebaute Geschäft mit Ernährung (Nutrition) und Gesundheit (Health) seit Jahren kontinuierlich wachse. “Wir wollen mit dem Vorhaben sicherstellen, dass wir die Forschungs- und Innovationseinheiten näher an das DSM Business in Kaiseraugst heranrücken und mit dem Campus-Konzept die Kommunikation und einen Innovationsschub im Bereich Health, Nutrition und Bioscience fördern”, lässt sich Projektleiter Joachim Bäckert in der Mitteilung denn auch zitieren. Letztlich sei der Bau aber nicht nur wichtig für die weitere Entwicklung des Konzerns, sondern stütze auch für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region, in der DSM mit rund 3300 Mitarbeitenden zu den größten industriellen Arbeitgebern gehört.

Der Campus, der auch neue, in der Pandemie forcierte Arbeitsplatzkonzepte unterstützt und als Beitrag zum Klimaschutz eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Neubaus erhält, sei ein zentraler Baustein der neuen, dieser Tage kommunizierten Konzern-Strategie “Health, Nutrition & Bioscience”. Kaiseraugst werde zur “Innovationsdrehscheibe” im globalen DSM-Forschungsnetzwerk und stärke dieses “entscheidend”, heißt es in der Mitteilung. Ein Beispiel dafür ist die im Aargau entwickelte Lösung zur Reduktion von Methan im ersten Kuh-Magen, dem Pansen, das in Brasilien und Chile inzwischen zugelassen ist. Der Standort werde eine zentrale Rolle spielen dabei, den “positiven Wandel der globalen Ernährungssysteme” zu unterstützen, kündigte Co-Konzernchef Dimitri de Vreeze in der Mitteilung an.