Diese Lebensmittel sind jetzt deutlich teurer – und diese günstiger

Bei einer Inflation von 7,6 Prozent können sich viele den Einkauf kaum noch leisten. Besonders Lebensmittel werden immer teurer – doch es gibt auch Produkte, die billiger werden. Wir zeigen, welche das sind.

Die Preise für Lebensmittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr stark erhöht – und das um deutlich mehr als die durchschnittliche Inflationsrate von 7,6 Prozent im Juni. Damit wird es für die meisten Verbraucher zunehmend schwieriger, ihren Warenkorb zu füllen: Viele schauen nun vermehrt nach aktuellen Angeboten oder üben sich im Verzicht.

Hier zieht der Preis deutlich an

Dass Öl und Mehl deutlich teurer geworden sind, ist wohl keine Überraschung mehr. Doch leider zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Monat Mai im Vergleich zum Vorjahr auch bei anderen Produkten wahre Preisexplosionen:

  • Sonnenblumenöl, Rapsöl (+ 65 Prozent)
  • Butter (+ 43 Prozent)
  • Weizenmehl (+ 40 Prozent)
  • Rinder & Schweinehackfleisch (+ 36 Prozent)
  • Nudeln (+ 33 Prozent)
  • Margarine (+ 27 Prozent)
  • Tomaten (+ 26 Prozent)
  • Geflügel (+ 25 Prozent)
  • Eier (+ 25 Prozent)
  • Gurken (+ 18 Prozent)

Überraschend: Diese Produkte werden günstiger

Während sich die Preisspirale insgesamt nach oben dreht, gibt es auch Produkte, die dem Warenkorb weniger wehtun oder zumindest nicht wirklich teurer geworden sind:

  • Paprika (- 16 Prozent)
  • Möhren (- 10 Prozent)
  • Blumenkohl (- 5 Prozent)
  • Mandeln (-4 Prozent)
  • Hülsenfrüchte, Spargel, Radieschen (- 3 Prozent)
  • Feldsalat, Lauch, Sellerie (- 3 Prozent)
  • Zwiebeln, Knoblauch (-2 Prozent)
  • Zitrusfrüchte (- 2 Prozent)
  • Äpfel (- 1 Prozent)
  • Kirschen, Pfirsiche (- 1 Prozent)

Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht: Nach einer Umfrage des IFO Instituts im Juni plant die Mehrheit der Einzelhändler für Nahrungs- und Genussmittel die Preise in den kommenden Monaten weiter anzuheben.

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Doch wer hier angesichts der hohen Nahrungsmittelpreise stöhnt: Deutschland lag im April mit einer Preissteigerung von 8,5 Prozent laut Destatis unter dem europäischen Durchschnitt von 8,9 Prozent – während andere Länder, wie zum Beispiel Litauen, tatsächlich mit einer Steigerung von 22,1 Prozent konfrontiert sind.