Diabetes mellitus – was tun gegen die Volkskrankheit – Celler Presse

DEUTSCHLAND. Diabetes hat sich langsam aber sicher zur Volkskrankheit Nummer eins entwickelt. Die neueste Studie des Robert-Koch-Instituts geht davon aus, dass alleine in Deutschland 7,2 Prozent der Erwachsenen unter Diabetes leiden. Auf lange Sicht dürfte die Anzahl der Betroffenen weiter steigen. Doch woran liegt das? Wie kann man Diabetes mellitus vorbeugen?

Diabetes mellitus – was ist das?

Unter Diabetes mellitus versteht man eine krankhafte Störung des Zuckerstoffwechsels. Unterschieden wird zwischen dem Typ 1, Typ 2 und Typ 3. Beim Typ 1 produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genug Insulin, sodass Betroffene regelmäßig den Zuckeranteil im Blut messen und entsprechend Insulin nachspritzen müssen. Dieser Diabetes-Typ ist nicht heilbar. Der Typ 2 zeichnet sich dadurch aus, dass das Insulin keine ausreichende Wirkung an den Zellen erzeugt. In der Folge ist die Konzentration an Zucker im Blut erhöht und die Zellen leiden unter einem Energiemangel. Unter dem Typ 3 werden alle weiteren Formen von Diabetes zusammengefasst.

Diabetes und Abnehmen

Eine gute Möglichkeit, um Diabetes vorzubeugen, ist ein gesundes Körpergewicht. Übergewicht zählt mit zu den Hauptursachen für Diabetes. Entsprechend wichtig sind regelmäßige Bewegung und ein aktiver Lebensstil. Aber auch dann, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist, kann sich das Abnehmen bei Diabetes sehr positiv auf die Gesundheit auswirken und die Symptome der Krankheit sogar spürbar lindern. Stellt man die Lebensgewohnheiten nachhaltig um, dann besteht außerdem die Hoffnung, dass sich der Stoffwechsel wieder gänzlich normalisiert. Wer sich mit regelmäßigem Sport schwertut, der kann es auch mit (gesunden) Diäten probieren. Vertretbare Konzepte sind zum Beispiel die beliebte Low Carb-Diät oder die Glyx-Diät.

Aktiver Lebensstil

Neben einer gesunden Ernährung und einem normalen Körpergewicht sollte man viel Wert auf einen aktiven Lebensstil legen. Dabei muss man keinen Hochleistungssport treiben, ausgedehnte Spaziergänge, Walking, Fahrradfahren oder leichtes Training auf einem Stepper können bereits sehr positive Auswirkungen haben. Zusätzliche Bewegung lässt sich auch gut in den Alltag integrieren: Wie wäre es denn, wenn man in Zukunft statt mit dem Auto mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt? Auf der Arbeit sollte man in Zukunft lieber die Treppe nehmen, anstatt den Fahrstuhl zu nutzen. Viele Kleinigkeiten können in der Summe große Auswirkungen haben.

Softdrinks, Alkohol, ungesunde Fette

Zwischendurch eine Cola, abends ein paar Bier und eine fette Bratwurst. Diesen Ernährungsgewohnheiten sollte man lieber abschwören, denn Softdrinks enthalten übermäßig viel Zucker. Ungesunde Fette, wie man sie in Fleisch-Produkten und in dem einen oder anderen Käse findet, sollte man lieber durch gesunde Fette ersetzen. Diese findet man in gesunden Fischprodukten (Makrele, Lachs) oder in vegetarischen Produkten beziehungsweise Gemüse. Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht außerdem die Blutzuckerwerte und schädigt Nerven und Leber.

Zigaretten

Das in Zigaretten enthaltene Nikotin ist ein Nervengift, das dem Körper erheblich schadet. Wer raucht, der erhöht das Risiko an Diabetes zu erkranken um bis zu 50 Prozent. Aber nicht nur das Risiko für die Zuckerkrankheit steigt, sondern auch für Krebs. Aus diesem Grund sollte man lieber gestern als morgen mit dem Rauchen aufhören.

Schlaf und Stress

Ausreichend Schlaf versteht sich von selbst. 8 Stunden pro Nacht sind ideal. Im Alltag sollte man es langsam angehen und Stressfaktoren auf ein Minimum reduzieren. Dann wird auch das Risiko für Diabetes spürbar gesenkt.

Fazit

Diabetes ist eine echte Volkskrankheit und wahrlich kein Vergnügen. Damit man möglichst lange von Diabetes verschont bleibt, sollte man viel Wert auf einen gesunden Lebensstil legen. Hält man sich außerdem an die obigen Tipps, dann braucht man diese Krankheit nicht zu fürchten.

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