Deswegen kann Spinat gesund bei Darmkrebs sein

Dickdarmkrebs ist die vierthäufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache, wobei Spinat gesund dagegen wirken könnte. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die sich mit den gesundheitlichen Vorteilen von Chlorophyll im Blattgemüse befasst. Aufbauend auf früheren Forschungsarbeiten, sind die Studienautoren dem genauen Verständnis der Funktionsweise näher gekommen. Diese haben gezeigt, dass der Verzehr von grünem Gemüse und Ballaststoffen das Darmkrebsrisiko um die Hälfte reduzieren kann. Daher wollte das wissenschaftliche Team den Zusammenhang zwischen Spinat, Darmgesundheit, Genen und Fällen von Darmkrebs untersuchen.

Warum das Essen von Spinat gesund für die Darmflora sein kann

Die Forscher verwendeten ein Modell einer Erbkrankheit namens familiäre adenomatöse Polypose. Dies ist eine geerbte Erkrankung, die dazu führt, dass junge Menschen mehrere gutartige Wucherungen (Polypen) in ihrem Dickdarm entwickeln. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass sich Spinat gesund auf diese Patienten auswirkt und zur Krebsprävention beitragen könnte. Dies erfolgt, indem das grüne Blattgemüse durch regelmäßigen Verzehr die Notwendigkeit einer Darmentfernung und eine verlängerte medikamentöse Behandlung verzögert. Bei der Durchführung der Untersuchung konnten die Autoren eine signifikante Antitumoraktivität im Dickdarm und im Dünndarm beobachten. Die Forscher fanden außerdem auch heraus, dass Fettsäuren, die mit der Regulierung von Entzündungen verbunden sind, nach einer Diät mit Spinat auf ein besseres Niveau waren. Das Forschungsteam bemerkte bereits zuvor die Vorteile von Spinat in einem durch Karzinogene verursachten Modell von Dickdarmkrebs, das sporadische Fälle nachahmt. In diesem Modell war Spinat sehr effektiv bei der Vorbeugung von Polypen.

grüne smoothie mit spinat gesund für den darm zur vorbeugung von darmkrebs

Die Studienautoren arbeiteten zwei Jahre lang daran, Hunderte von Proben zu analysieren, die sie aus den Modellen der Studie entnahmen. Darüber hinaus ist dies eine der umfassendsten ihrer Art, insbesondere im Zusammenhang mit der Krebsprävention durch eine Vollwertkost und Blattgrün wie Spinat. Der nächste Schritt des Teams besteht darin, einige der metabolischen Aspekte ihrer Ergebnisse zu validieren. Dies wären beispielsweise die Konzentrationen von Linolsäure-Metaboliten und kurzkettigen Fettsäuren mit Antikrebswirkung im präklinischen Modell und idealerweise bei menschlichen Patienten. Wenn es darum geht, wie bald betroffene Personen mit dem Verzehr von Spinat in ihre Ernährung beginnen sollten, ist es nie zu früh dafür. Laut den Autoren dieser Studie sollten Menschen nicht warten, bis Polypen entstehen, um mit solchen vorbeugenden Maßnahmen zu beginnen.