“Das mangelnde Licht” bringt Georgien näher

Buch um Buch bringt die deutsch-georgische Autorin den Lesern die Geschichte ihrer ersten Heimat näher. In «Das mangelnde Licht» erinnert sie an ein traumatisches Jahrzehnt.

Nino Haratischwili (* 1983) hat die 1990er Jahre überwiegend in Georgien verbracht, kurzzeitig ist sie mit ihrer Mutter 1995 aus dem Land geflohen.

G2 Baraniak

In den 1990er Jahren war die Welt noch in Ordnung. Das «Ende der Geschichte» war verkündet, die Zukunft schien viel zu versprechen. In gemächlichem Tempo breitete sich das Internet aus, erste Mobiltelefone tauchten auf, Schulterpolster und Dauerwellen verschwanden. Es gibt Leute, die sich heute nach den 1990ern sehnen. Wenn er Ferien in der Vergangenheit machen könnte, würde er sich ins Jahr 1994 versetzen, meinte ein Kulturjournalist, der kürzlich ein Buch über die Neunziger geschrieben hat.