Darum ist die Schote so gesund

Bei einer gesunden Ernährung sollte Paprika auf dem Speisezettel nicht fehlen. Insbesondere in den kälteren Monaten kann dieses Gemüse helfen, das Immunsystem zu stärken. Denn Paprika ist eine kleine Vitaminbombe – sie kann bezüglich Vitamin-C-Gehalt locker Zitronen in den Schatten stellen. Außerdem ist dieses Gemüse extrem vielseitig. Wer sich seit den gefüllten Paprikaschoten der Kindheit möglichst weit von ihm ferngehalten hat, sollte das dringend ändern.

Übrigens handelt es sich bei dem Gemüse genau genommen in botanischer Hinsicht nicht um Schoten, sondern um Beeren. Paprika ist wie die Kartoffel ein Nachtschattengewächs.

 

Paprika: Was ist drin? 

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Für die satten Gelb- und Rotschattierungen der Paprika sind wie bei den Karotten die Carotinoide zuständig. Auch die sekundären Pflanzenstoffe der Anthocyane, die zu den Flavonoiden gehören, sorgen bei dem Gemüse für die intensive Farbe.

Paprika hat im rohen Zustand einen Brennwert von rund 20 bis 31 Kilokalorien pro 100 Gramm. Grüne Paprika hat weniger Kalorien als rote Paprika. Das Gemüse enthält zudem im Durchschnitt rund 

 

So gesund ist Paprika

Paprika enthält sehr viel Vitamin C. Wie gesund das Gemüse in dieser Hinsicht tatsächlich ist, zeigt sich im direkten Vergleich mit Zitronen. Laut der Datenbank des US-Landwirtschaftsministeriums beinhalten 100 Gramm geschälte Zitronen 53 Milligramm Vitamin C.

In grüner Paprika steckt rund 80 Milligramm Vitamin C. Rote Paprika bringt es sogar auf knapp 128 Milligramm. Spitzenreiter ist gelbe Paprika mit fast 184 Milligramm Vitamin C je 100 Gramm. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei rund 100 Milligramm. 

Weitere wertvolle Inhaltsstoffe am Beispiel der grünen Paprika: 

  • Kalzium: 10 Milligramm
  • Magnesium: 10 Milligramm 
  • Vitamin B6: 0,224 Milligramm
  • Vitamin K: 7,4 Mikrogramm
  • Vitamin A: 18 Mikrogramm
  • Vitamin E: 0,37 Milligramm
  • Eisen: 0,34 Milligramm
  • Kalium: 175 Milligramm
  • Riboflavin: 0,028 Milligramm
  • Niacin: 0,48 Milligramm
  • Zink: 0,13 Milligramm
  • Thiamin: 0,057 Milligramm

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Paprika reagiert empfindlich auf Kälte. Sie sollte deshalb im Kühlschrank nur in der Gemüseschublade gelagert werden. Dort hält sie sich ungefähr eine Woche.

 

Studien zu gesundheitsfördernder Wirkung von Paprika

Die gesunde Paprika hilft womöglich sogar gezielt gegen Übergewicht. Verantwortlich dafür könnten die farbgebenden Flavonoide sein. Zu diesem Schluss kam jedenfalls eine US-amerikanische Studie, deren Ergebnisse 2016 im „British Medical Journal“ veröffentlicht wurden. Die Forscher hatten dafür drei Langzeituntersuchungen mit mehr als 124.000 Teilnehmern ausgewertet.

Sie fanden nach eigener Aussage deutliche Hinweise darauf, dass Gemüse und Obst mit hohem Flavonoidgehalt dabei helfen kann, das Körpergewicht zu kontrollieren. Möglicherweise wirken sich die sekundären Pflanzenstoffe positiv auf den Zucker- und Fettstoffwechsel aus. 

In einer „Superfoods“-Studie von der William Paterson University in New Jersey (USA) wurde rote Paprika zudme nicht nur als gesund, sondern als gesündeste Gemüsesorte überhaupt identifiziert – sie war demnach in der Kombination aus Inhaltsstoffen wertvoller als etwa Brokkoli, Karotten oder Zitronen.

Eine Papiertüte voll mit verschiedenen Gemüse- und Obstsorten

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Quellen:
Von Apfel bis Paprika: Helfen Flavonoide bei der Gewichtskontrolle?, in: Bundeszentrum für Ernährung 
Dietary flavonoid intake and weight maintenance: three prospective cohorts of 124 086 US men and women followed for up to 24 years, in: British Medical Journal 
Defining Powerhouse Fruits and Vegetables: A Nutrient Density Approach, in: Preventing Chronic Disease, Centers for Disease Control and Prevention