Corona: Kann mich mein Haustier mit dem Virus anstecken?

Hunde, Katzen & Co.

Menschen können sich bei ihren Haustieren nicht am Coronavirus infizieren.

© Kiko Jimenez/Imago

Bei Hunden, Katzen, Frettchen, Nerzen und sogar bei Tigern wurde das Coronavirus bereits nachgewiesen. Doch können sich Besitzer bei ihren Haustieren anstecken?

Haustiere können sich bei ihren Besitzern mit dem Coronavirus* infizieren. Solche Fälle sind bisher aber sehr selten. Katzen und Frettchen trifft es häufiger, Hunde sind weniger anfällig. Nur wenige der positiv getesteten Tiere zeigten Symptome. Doch vor allem Katzen zeigen ähnliche Krankheitsverläufe, wie Menschen. Die Symptome sind Durchfall, Erbrechen, Husten und flache Atmung. Der Zustand der Tiere verbesserte sich allerdings schon Tage nach Beginn der Krankheit. Todesfälle bei Tieren durch Covid-19 sind bisher nicht bekannt. Ein einziger Hund starb kurz nach der Infektion, doch dieser litt schon zuvor an Krebs.

Lesen Sie auch: LGA-Warnung: „Gefährlichstes Tier der Welt“ in Baden-Württemberg unterwegs.

Können sich Menschen bei Tieren mit dem Coronavirus anstecken?

Zwar haben sich Tiere bereits bei ihren Besitzern infiziert, umgekehrt ist dies jedoch noch nicht nachgewiesen worden. Das gibt das Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit bekannt. Trotzdem rät das FLI zur Vorsicht im Umgang mit Haustieren. Besonders, wenn Sie sich selbst mit dem Coronavirus infiziert haben, sollten Sie Abstand zu Ihrem Tier wahren, um es zu schützen.

Video zeigt welche Tierarten besonders anfällig für Corona-Ansteckung sind

Darauf sollten Haustierbesitzer achten, wenn sie selbst sich mit dem Coronavirus infiziert haben:

  • Überlassen Sie einem anderen Familienmitglied die Pflege des Tiers.
  • Wohnen Sie allein, halten Sie die üblichen Hygienemaßnahmen ein. Tragen Sie im Umgang mit dem Tier einen Mund-Nase-Schutz. Eine Maske für das Tier ist nicht nötig. Vermeiden Sie zu engen Kontakt, wie Umarmungen und Küsse. Waschen und Desinfizieren Sie sich die Hände vor und nach dem Kontakt mit ihrem Haustier. Lassen Sie das Tier nicht in Küche, Bad, ins Bett oder auf die Couch.
  • Führen Sie Ihren Hund nur im eigenen geschlossenen Garten aus. Dieser darf nicht von anderen benutzt werden. Ist dies nicht möglich, sollte sich eine Corona-negative Person um den Hund kümmern, bis Sie genesen sind. Bestenfalls sollte diese Person eine eigene Leine mitbringen. Die Gefahr einer Ansteckung geht nicht vom Hund, sondern vom infizierten Besitzer aus.
  • Eine Katze, die Freigang gewöhnt ist, darf weiterhin allein nach draußen und muss nicht mit ihrem Besitzer in Quarantäne, da die Katze selbst das Virus nicht auf Menschen übertragen kann.

Ihr Haustier zeigt Symptome von Covid-19 – so gehen Sie vor

Zeigt Ihr Haustier starke Symptome des Coronavirus, kann ein Test ratsam sein. Verständigen Sie in diesem Fall das Gesundheitsamt, dieses wird sich dann mit dem zuständigen Veterinäramt in Verbindung setzen. Die Tests verlaufen gleich, wie beim Menschen. Das Ergebnis ist inzwischen meldepflichtig, um einen Überblick über das Infektionsgeschehen bei Tieren zu gewinnen. Für den Besitzer hat ein positives Ergebnis allerdings keine Konsequenz. Das Tier muss nicht aus der Familie genommen werden. (cw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Hundeführerschein in Baden-Württemberg: Sinnvoll? Experten sprechen Klartext.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpaHIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mmPest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpaEbola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpaGrippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpawebHerpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpaRhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science PhotoSchweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpaSchweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpaSpanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpaTuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpaVogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa