Containern: Ermittlungen gegen Pater Alt eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat das Ermittlungsverfahren gegen einen Jesuitenpater aus Nürnberg wegen des sogenannten Containerns eingestellt – und zwar aus Mangel an Beweisen. Es habe nicht geklärt werden können, welche konkreten Waren der Beschuldigte aus welchen Lebensmittelmärkten entwendet hatte, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Auch der Pater selbst habe dazu nur allgemeine Angaben gemacht, so die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth in einem Schreiben. Weil so keine eindeutige, strafbare Handlung identifiziert und nachgewiesen werden konnte, sei auch keine Anklageerhebung möglich.

Selbstanzeige wegen verbotenen Containerns

Der Jesuitenpater selbst hatte sein Containern – also das Entwenden von Lebensmitteln aus Abfallbehältern von Supermärkten – öffentlich gemacht und angezeigt. Er wollte damit Aufmerksamkeit für das Thema generieren. Deshalb musste die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ein Verfahren wegen des Verdachts auf besonders schweren Diebstahl einleiten. In Deutschland gilt das sogenannte Containern als Diebstahl. Dagegen und gegen die Verschwendung von Lebensmitteln sollte die medienwirksame Aktion des Paters ein Zeichen setzen.

Der Pater hatte mit seiner Aktion im vergangenen Jahr bewusst gegen Regeln verstoßen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und “wachzurütteln”, wie er damals sagte.