Bowl oder Bowle, das ist hier die Frage

Während sich Bowls als Foodtrend inzwischen voll etabliert haben, erlebt auch die Bowle ein kleines Comeback – als cooler Drink an heißen Tagen. Kommt beides zusammen auf den Tisch, wird daraus eine runde Sache.

Schon vor ein paar Jahren haben Bowls Einzug in die gesunde Genießerküche gehalten und stehen heute ganz selbstverständlich auf dem Speiseplan. In einer Schüssel – englisch Bowl – werden die Zutaten angerichtet und in der Regel nicht vermischt. Hauptbestandteile sind dabei Obst beziehungsweise Gemüse. Man genießt Bowls zu jeder Tageszeit – mit Erdbeeren zum Frühstück, mit Fisch, Fleisch und viel Gemüse zum Lunch oder abends als Salatbowl. Über den Ursprung dieses Trends gehen die Meinungen auseinander. Seinen Anfang könnte er in einem mexikanischen Restaurant in den USA genommen haben, das seine Burritos als Bowlmahlzeit auf die Speisekarte setzte. Sicher ist das allerdings nicht. Aber egal, wo die Idee herkommt, ihre Verbreitung hat sie mit ziemlicher Sicherheit den Sozialen Netzwerken zu verdanken.

Ungefähr seit der Mitte des letzten Jahrzehnts begannen Foodblogs damit, immer neue und bunte Kreationen in Schüsseln auf Instagram, Pinterest und Co. zu zeigen. Seither ist die Zahl der Bowl-Rezepte explodiert, und in fast allen deutschen Städten gibt es inzwischen reine Bowl-Restaurants. Einen ähnlichen Hype, wenn auch nicht mit eigenen Lokalen, gab es übrigens schon mal für eine Namensschwester der Bowls: die Bowle. Hierzulande war sie vor allem in den 1950er bis 1970er Jahren auf jeder Party dabei, oft als ein Mix aus Weißwein oder Sekt mit unterschiedlichen Früchten.

Die erste Erwähnung eines solchen Mixgetränks, wenn auch noch nicht unter dem heutigen Namen, fanden Forscher in einem Buch aus dem 15. Jahrhundert. Beschrieben wird darin eine Mischung aus Wein, Rosenblüten, Fichtennadeln und Honig. Ob das gut geschmeckt hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Sicher ist, dass wir heute eine deutlich höhere Bandbreite kreieren können und je nach Saison unterschiedliche Früchte dafür verwenden. Bowlen erleben im Sommer regelmäßig ihr Comeback, wenn es gilt, an heißen Tagen für Erfrischung zu sorgen. Und natürlich lassen sich Bowle und Bowls auch bestens kombinieren, zum Beispiel wenn man Gäste erwartet. Als Aperitif bietet sich gerade jetzt eine erfrischende Bowle mit Erdbeeren und Minze an – ein fruchtiger Auftakt, auf den eine leichte Rainbow Bowl aus Salat, Tomaten, Radicchio, Granatapfel, Avocado, Zitrone und Reis folgen könnte. Das klingt nicht nur sehr lecker, sondern ist mit diesen Zutaten auch herrlich gesund. Alles in allem mit Bowle und Bowl im wahrsten Sinne des Wortes eine runde Sache!

Wer nach weiteren Anregungen für Köstlichkeiten aus frischem Obst und Gemüse sucht, der wird in der Ideenküche der „1000 gute Gründe“ sicherlich fündig. Unter www.1000gutegruende.de haben Koch- und Ernährungsexperten sowie angesagte Foodblogs unzählige Rezepte für den köstlichen und gesunden Genuss zusammengestellt.