Börse Express – Berlakovich: Herausforderung der Zukunft ist Ernährung mit heimischen Lebensmitteln

ÖVP-Regionalsprecher: Erfolgreiche Regionalprogramme werden weitergeführt

Wien (OTS) – Eine große Herausforderung der Zukunft ist eine Ernährung mit europäischen, heimischen Lebensmitteln, die nachhaltig und klimafreundlich erzeugt werden, aber im Einklang mit der Natur stehen. Das sagte heute, Dienstag, ÖVP-Regionalsprecher Abg. DI Nikolaus Berlakovich anlässlich der Debatte zum Budget, Kapitel Landwirtschaft, Regionen.

Berlakovich ging in diesem Zusammenhang auf den europäischen “Green Deal” ein. Dieser hat für Europa zum Ziel, bis 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren und somit als erster Kontinent klimaneutral zu werden. Es sei aber auch notwendig, sich mit ihm kritisch auseinander zu setzen. Für die Landwirtschaft würden Ziele wie eine Reduzierung von Pflanzenschutz oder Düngung vorgegeben, die grundsätzlich positiv seien. Laut Folgenabschätzung der Europäischen Kommission zum “Green Deal” würden die Lebensmittelpreise steigen und die Bäuerinnen und Bauern an Einkommen verlieren. Darüber hinaus würde es zu mehr Importen aus aller Welt kommen. “All das muss man kritisch hinterfragen, denn mit dieser Strategie würde die land- und forstwirtschaftliche Produktion in Europa mittelfristig geschwächt.”

Dabei habe gerade die Pandemie dazu geführt, dass die Menschen vermehrt regionale Lebensmittel bzw. auch Medikamente aus Europa wollen. Es gehe also darum, “wie wir unsere heimische Ernährung sichern, die Biodiversität schützen und unabhängig werden können”. Berlakovich sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, dieses Spannungsfeld gemeinsam mit der Wissenschaft zu diskutieren.

Der Abgeordnete ging zudem auf die erfolgreichen europäischen Regionalprogramme ein, die den sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhang stärken, und weitergeführt werden. Die Regionen in Österreich könnten von diesen EU-Fördergeldern profitieren, wies Berlakovich darauf hin, dass mit dem EU-Beitritt 31 Milliarden Euro an Investitionen verbunden waren und 850.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Das Burgenland als Ziel 1-Gebiet konnte Investitionen in der Höhe von 5,2 Milliarden tätigen und 35.000 Arbeitsplätze wurden geschaffen. Das Burgenland ist um 13 Prozent stärker gewachsen als andere Bundesländer. Das zeigt den Erfolg der Regionalpolitik, verwies der Mandatar auf das heurige 100-Jahr-Jubiläum. “Das Burgenland hat den Aufholprozess geschafft. Auch das Gemeindepaket war dabei ein wichtiger Teil der regionalen Politik, wie auch die ökosoziale Steuerreform einen Impuls für die regionale Entwicklung darstellt”, schloss Berlakovich. (Schluss)