Auswirkungen der steigenden Preise für Lebensmittel

Die Preise für Nahrungsmittel steigen stark: Verbraucherinnen und Verbraucher in Göttingen verändern deshalb ihr Kaufverhalten – und müssen sich zum Teil erheblich einschränken.

Göttingen. „Ich habe 3,95 Euro für dieses Brot bezahlt. Vor einem Jahr hat es einen Euro weniger gekostet“, sagt Uwe Jacob, der bei einer Bäckerei eingekauft hat. Noch in der vergangenen Woche sei das Brot günstiger gewesen. „Ich finde die Preissteigerung heftig“, so Jacob. Im Schnitt zahle er monatlich 50 Euro mehr für Lebensmittel als im Vorjahr. Aufgrund der steigenden Preise müsse er sich einschränken: Kaffee-Trinken in der Stadt fielen aus und teurere Produkte, etwa Bio-Nahrungsmittel von Alnatura, könne er nicht kaufen.

Seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine haben sich die Nahrungsmittelpreise erheblich erhöht. Laut Statistischem Bundesamt lag die Teuerungsrate im Mai 2022 bei knapp elf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders stark sind die Preise für tierische Produkte, Getreide-Erzeugnisse und Speiseöle gestiegen. Letztere kosteten im Mai fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr.