Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka machen viele Lebensmittel wieder teurer

Die Preise im Supermarkt gehen weiter durch die Decke. Fast über 50 Produkte sind seit Montag teuer geworden! FOCUS Online liegt die komplette Teuerliste exklusiv vor.

Besonders in der Kühltheke gibt es diese Woche die heftigsten Preisschübe.

Quark-Preis explodiert bei Aldi, Rewe und Lidl

Jüngstes Beispiel: Fruchtquark Erdbeere der Eigenmarke Milsani von Aldi Süd. Hierfür hätten Kunden am vergangenen Mittwoch noch 99 Cent bezahlen müssen, jetzt verlangt der Discounter-Primus plötzlich 1,49 Euro für die gleiche Packung. Das macht einen Preissprung um 50 Cent und satte 50 Prozent.

Damit nicht genug! Ein halbes Kilogramm Speisequark kostet erstmals 1,39 Euro. Das ist ein Preisplus von 40 Cent. So teuer war Quark noch nie!

Die kleinere Packung Magerquark (250 Gramm) kostet jetzt doppelt so viel. Statt 36 Cent kostet der Quark jetzt 70 Cent.

Besonders bitter: Nach Recherchen von FOCUS Online ist das die zweite saftige Preiserhöhung bei Quark-Produkten innerhalb von einem Monat.

Lebensmittel aus der Kühltheke teurer

Knapp 20 Produkte aus der Kühltheke sind nach Informationen von FOCUS Online in der Kühltheke teurer geworden.

Sahnejoghurt nach griechischer Art von „Ja“ kostet bei Rewe jetzt 2,19 Euro. Der Preis lag noch Anfang vergangener Woche bei 1,99 Euro. Macht einen Preissprung um 20 Cent.

Bei Lidl kostet der Fruchtquark von „Linessa“ (zum Beispiel Sorte „Kirsche“) jetzt 1,49 Euro. Vergangene Woche lag der Preis noch bei 1,19 Euro. 

Joghurt der Eigenmarke „Ja“ gibt es bei Rewe jetzt nicht mehr für 49 Cent, sondern für 65 Cent. Das ist ein Preisplus von 16 Cent in nur vier Wochen.

Skyr von der Aldi-Eigenmarke „Milsani“ kostet jetzt nicht mehr 1,19 Euro, sondern 1,69 Euro. Macht ein Plus von 50 Cent.

Gelbwurst „Mein Bayern“ kostet bei Edeka mehr. Der Supermarkt-Riese erhöhte die Packung von 1,99 Euro auf 2,29 Euro. Ein Plus von 30 Cent!

Um 6 Cent ist der Fruchtjoghurt teurer geworden. Edeka (“Gut & Günstig”), Rewe (“Ja”), Aldi Nord (“Milsani”) und Norma (“Landfein”) erhöhten flächendeckend von 29 Cent auf 35 Cent.

Teurer wurden außerdem:

  • Konfitüre: No-Name um zehn Cent, Marken-Produkte bis zu 30 Cent teurer.  
  • Cornflakes : No-Name um 30 Cent, Marken-Produkte bis zu 60 Cent teurer.
  • Backpulver : 9 Cent teurer,
  • Oliven : bis zu 40 Cent teurer.

Fleisch-Preis explodiert

Verdoppelt hat sich auch der Preis für die Hackfleischröllchen von „Jack’s Farm“ bei Aldi Nord. Der Kilo-Beutel kostet nicht mehr 5,99 Euro, sondern 9,99 Euro. Macht ein Plus von fast 70 Prozent.

Grundsätzlich ist Fleisch in allen Supermarkt- und Discounter-Ketten teurer geworden. Für das Kilo Hackfleisch (gemischt) werden Grundpreise von 12 Euro bis teilweise 22 Euro aufgerufen. Schnitzel gibt es ab 4,44 Euro aufwärts (zum Beispiel Rewe, Haltungsklasse 2, circa 450 Gramm).

Kaffeepreis steigt

Auch beim Kaffee gibt es Anpassungen.

Löslicher Bohnenkaffee ist am Montag teurer geworden. Bei Aldi Süd kostete das entsprechende Eigenmarkenprodukt „Amarory“ noch vor zehn Tagen 3,99 Euro und jetzt 4,29 Euro. Rewe, Aldi Nord, Lidl und Netto Marken-Discount erhöhten das Kaffeeprodukt ebenfalls um 30 Cent. Die 500-Gramm-Packungen kosten mittlerweile flächendeckend über vier Euro.

 

So können Sie beim Einkaufen Geld sparen

Trotz Teuer-Welle gibt es Sparpotential.

Sonder- und Wochenangebote bleiben für Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl, Rewe, Edeka, Hit und Co. ein wichtiger Baustein.

Schauen Sie in Prospekte und achten Sie auf Werbetafeln in den Filialen. Auch Coupons und Gutscheine können den Wocheneinkauf günstiger machen. Entsprechende Angebote listen wir hier für Sie auf.

Diese Tipps können Sie sofort umsetzen

  • Notieren Sie sich Sonderangebote aus Prospekten,
  • betreiben Sie, sofern möglich, kein One-Stop-Shopping,
  • kaufen Sie Sonderangebote bei Aldi, Lidl, Penny und anderen Händlern,
  • gehen Sie mit Einkaufsliste einkaufen,
  • machen Sie sich einen wöchentlichen Kochplan,
  • kaufen Sie nur Lebensmittel, die Sie für diesen Kochplan brauchen,
  • gehen Sie nur mit vollem Magen zum Shoppen,
  • achten Sie auf günstigere Eigenmarken,
  • vergleichen Sie bei unterschiedlichen Packungsgrößen den jeweiligen Grundpreis je Liter oder je Kilogramm,
  • öffnen Sie Apps der Supermärkte und Discounter in der Filiale und schauen Sie nach Coupons und Gutscheinen,
  • bezahlen Sie an der Kasse mit Bargeld und vermeiden Sie Spontaneinkäufe,
  • nehmen Sie Prospekte für die Folgewochen mit nach Hause und
  • planen Sie Ihren nächsten Wocheneinkauf nach dem Schema „suchen, vergleichen, notieren, stöbern und sparen“.