Abhnehmen ohne Joggen: So klappt es auch mit Krafttraining

“Viele Menschen denken, dass man nur durch Laufen abnehmen kann”, sagt Dr. Mandy Hagstrom, Sportphysiologin an der UNSW Medicine&Health. Gemeinsam mit Kollegen hat sie in einer Übersichtsstudie 58 Untersuchungen mit insgesamt fast 3000 Teilnehmern zu dem Thema ausgewertet. “Unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass auch Krafttraining allein einen günstigen Einfluss auf den Körperfettabbau hat, ohne dass man bewusst eine Diät machen oder laufen gehen muss.“

Fettabbau entspricht dem beim Ausdauertraining

Allein durch Krafttraining konnten die Probanden demzufolge etwa 1,4 Prozent des Körperfetts abbauen, was in etwa dem entspricht, was man auch durch Ausdauertraining loswerden kann. Dafür hatten die Teilnehmer im Schnitt über einen Zeitraum von fünf Monaten 2,7 mal wöchentlich 45 bis 60 Minuten trainiert.

Allein durch Wiegen lässt sich nicht messen, wie viel Körperfett man verliert

Der Mythos, dass sich durch Krafttraining kein Fett verbrennen lässt, hängt damit zusammen, dass die meisten Menschen zur Erfolgsmessung lediglich aufs Gewicht schauen. Beim Krafttraining wird aber – anders als beim Ausdauertraining – nicht nur Fett ab-, sondern auch Muskelmasse aufgebaut. Und diese ist schwerer als Fettgewebe. Daher verändert sich das Körpergewicht durch das Training häufig nicht.

Die Untersuchungen, die Hagstrom und Kollegen auswerteten, maßen daher präzise die Körperfettmasse und -verteilung der Trainierenden beispielsweise mittels Körperscans.

Ein weiterer positiver Effekt von Krafttraining ist, dass Muskelmasse auch in Ruhe mehr Energie verbrennt als beispielsweise Fettgewebe. Der Grundumsatz an Kalorien steigt also, wenn der Körper muskulöser ist.

Trainieren, so dass es Spaß macht

Dennoch empfehlen die Forscher idealerweise eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining. “Durch Ausdauertraining verbessern wir unsere Herzkreislauf-Fitness und profitieren von zahlreichen weiteren gesundheitlichen und funktionellen Vorteilen“, sagt Hagstrom.

Entscheidend sei es aber, Sport überhaupt in irgendeiner Weise regelmäßig zu betreiben. “Machen Sie das Training, auf das Sie Lust haben und das Sie am ehesten durchhalten“, empfiehlt die Wissenschaftlerin – egal, ob in Form von Krafttraining oder Laufen.