6 Lebensmittel, die Ihrer Leber schaden

Das große Entgiftungsorgan ist nicht nur für den Abbau von Alkohol und Medikamenten zuständig, sondern auch für die Verstoffwechselung von Zucker und Fett sowie die Speicherung der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie Vitamin B12. Eigentlich erstaunlich, dass die Leber ein ganzes Leben lang diese zahlreichen Aufgaben erledigen kann – wenn wir sie gut behandeln. Denn, bewegen wir uns zu wenig und essen wir zu viel, macht selbst die Leber irgendwann schlapp, verfettet und entzündet sich. Ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland hat bereits eine Fettleber. Zeit, etwas dagegen zu unternehmen, indem wir täglich körperlich aktiv werden, Übergewicht abbauen und die folgenden Lebensmittel meiden.

6 Lebensmittel, die Ihrer Leber schaden

1. Süßigkeiten

Süßwaren schaden Ihrer Leber gleich doppelt, da sie nicht nur reich an Kalorien sind, sondern auch zu einem großen Teil aus kurzkettigen Kohlenhydraten, sprich Zucker, bestehen. Daher warnt die Deutsche Leberstiftung vor einem regelmäßigen Konsum: „Wenn dem Körper ständig mehr Kalorien zugeführt werden, als er verbrennen kann, wird die überschüssige Energie in Form von Fett eingelagert – nicht nur im Fettgewebe, sondern auch in der Leber. Die negativen Auswirkungen betreffen neben der Leber den gesamten Körper, weil Fetteinlagerungen in der Leber unter anderem zu den Hauptursachen für Diabetes mellitus Typ 2 zählen“. Gleichermaßen begünstigt ein bereits bestehender Diabetes oder eine angehende Insulinresistenz die Entstehung einer Fettleber, da die Leber bei eingeschränkter Insulinwirkung die Hauptlast in der Verarbeitung des Zuckers trägt. Diesen wandelt sie in Fettsäuren um, die zum Teil ins Bauchfett wandern, zum Teil jedoch in der Leber verbleiben und dort ihren Schaden anrichten. Daher ist neben klassischen Süßwaren auch das folgende Lebensmittel gefährlich.

2. Fruchtsäfte

Teilweise hält sich der Irrglaube noch hartnäckig, dass Fruchtzucker (Fructose) nicht nur gesünder als Traubenzucker (Glucose), sondern an sich auch ein gesunder Nährstoff sei. Dies ist jedoch keineswegs der Fall. Ganzes Obst ist nicht wegen, sondern trotz des enthaltenen Fruchtzuckers gesund. Die Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe, die den Zucker umgeben, machen Früchte erst zu einem gesunden Lebensmittel. Da Fruchtsäfte nur noch wenige Ballaststoffe enthalten und kaum sättigen, nehmen wir über sie innerhalb weniger Sekunden große Mengen an Fruchtzucker auf, der direkt an die Leber weitergeleitet wird. Zur Veranschaulichung: Ein einziges Glas Apfelsaft enthält bereits mehr Kalorien, mehr Zucker und deutlich weniger Ballaststoffe als ein ganzer Apfel, nach dem man erstmal gesättigt ist. Studien zufolge führt der Überkonsum von Fructose nicht nur zu krankhaften, entzündlichen Veränderung der Leber, sondern auch der Darmflora.

3. Fettreiche Tierprodukte

Neben Zucker kann auch ein Übermaß an gesättigten Fettsäuren und Transfetten die Leber beeinträchtigen. Vor allem Wurstprodukte, fettiges Fleisch und fettreiche Milchprodukte wie Sahne, Rahmquark oder Käse enthalten die entzündungsförderliche Arachidonsäure. Diese kann Entzündungsvorgänge im gesamten Körper befeuern. Außerdem führt der häufige Konsum solcher Produkte schnell zu einem Kalorienüberschuss, der wiederum zur Ansammlung von Bauchfett sowie Leberfett führt.

4. Fast Food

Fast Food enthält aufgrund des meist hohen Verarbeitungsgrades der Zutaten wenige Ballaststoffe und Vitamine, dafür jedoch eine ordentliche Portion an Kalorien aus Zucker und Fetten. Der regelmäßige Konsum von Fast Food führt daher zwangsläufig zu einem Kalorienüberschuss, welcher wiederum Ihrer Leber schadet. Die Folgen sind neben Übergewicht und Adipositas eine Leberverfettung und im schlimmsten Falle eine Entzündung des Organs. Gehen Sie daher maßvoll mit hochkalorischen und stark verarbeiteten Lebensmitteln um und kochen Sie so häufig wie möglich selbst. Ersetzen Sie schädliche Transfette aus Pommes & Co. durch entzündungshemmende und leberschonende Omega-3-Fettsäuren, welche in Walnüssen, Leinsamen und Seefisch vorkommen.

5. Alkohol

Da Alkohol hauptsächlich in der Leber verarbeitet und abgebaut wird, leidet sie am meisten unter chronischem, übermäßigem Alkoholkonsum. Der Abbau des Zellgifts beansprucht das Organ stark, beeinträchtigt gleichzeitig die anderen Aufgaben und Stoffwechselvorgänge der Leber und führt so zur Schädigung sowie zur vermehrten Einlagerung von Fett. In der Folge entwickelt die alkoholische Fettleber, die sich im schlimmsten Falle entzündet und in der tödlichen Leberzirrhose münden kann. Als Schwellendosis für Leberschädigungen gelten für Männer 30 Gramm Alkohol pro Tag – das entspricht 0,6 Liter Bier oder 0,3 Liter Wein. Für Frauen gelten bereits geringere Mengen als gefährlich.

6. Weißmehlprodukte

Im Gegensatz zu Vollkornprodukten sind Brot, Brötchen und Nudeln, die aus Weißmehl bestehen, eine echte Belastung für Ihre Leber. Denn das raffinierte Mehl enthält kaum noch Ballaststoffe und führt mit seiner hohen glykämischen Last zu einem steilen Anstieg Ihres Blutzuckerspiegels. Im Endeffekt muss die Leber den Zucker wieder umwandeln und gegebenenfalls in der Form von Fettsäuren speichern, wodurch sie zunehmend verfettet. Außerdem befeuert Weißmehl Entzündungen im Körper und schadet auf Dauer Ihrem Darm, Ihrer Bauchspeicheldrüse und fördert eine Gewichtszunahme.

Video: 5 Lebensmittel für eine gesunde Leber